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Oncogenic Signaling Frankfurt (OSF)


Reziproke Kommunikation heterotypischer Zellen im Tumorgewebe
 
Im LOEWE-Schwerpunkt “Onkogene Signaltransduktion Frankfurt” (OSF) haben sich führende Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät und des Biozentrums der Universität Frankfurt, sowie des Georg-Speyer-Hauses zusammengeschlossen, um molekulare Mechanismen der reziproken Kommunikation zwischen Onkogene aberrant programmierten Tumorzellen und ihrer Umgebung zu verstehen und neue Ideen zu ihrer therapeutischen Beeinflussung zu verfolgen.

Besondere Beachtung findet das Wechselspiel zellautonomer und signalvermittelter Mechanismen in der Vermittlung von Tumorstammzelleigenschaften, also der Fähigkeit aus einer Einzelzelle zum Beispiel nach Therapie oder im Rahmen der Metastasierung wieder einen Tumor zu bilden. Interaktionen dieser Zellen mit ihrer sie unterstützenden Nische, die Vermittlung von Stammzelleigenschaften durch Oberflächenrezeptoren und Signalwege, und die Mechanismen der zellautonom vermittelten Reprogrammierung von Tumorzellen durch dominante oder rezessive Onkogene, sowie Ideen zur therapeutischen Beeinflussung dieser Phänomene spielen in diesem Forschungsverbund eine zentrale Rolle.

Projektbereich A: Grundlegende Mechanismen der aberranten Programmierung von Tumorzellen
Projektbereich B: Kommunikation zwischen Tumorzellen und ihrer Umgebung
Projektbereich C: Therapeutische Beeinflussung

Die Folgen von onkogengetriebener aberranter Programmierung von Tumorzellen (Projektbereich A) werden in Arbeitsgruppen charakterisiert, die sich mit Mechanismen der heterotypischen Kommunikation und ihrer Signaltransduktion beschäftigen (Projektbereich B). Untersuchungen in den Projektbereichen A und B werden zur Identifikation von Schlüsselproteinen führen, die in Projektbereich C als Ziele therapeutischer Ansätze untersucht werden. Durch die methodische Vielfalt der Gruppen sind die methodischen Synergien außergewöhnlich: Kliniker, Pharmakologen, Mausgenetiker, Zellbiologen, Biochemiker, Molekularbiologen, Strukturbiologen und organische Chemiker werden durch die gemeinsame Bearbeitung der Projekte auf ein ungewöhnliches Potential von Methoden zurückgreifen können, die die fachübergreifende, durch technische Limitationen nicht beeinträchtigte Beantwortung der grundsätzlichen Fragestellung dieses Verbundes erlaubt: wieso und wie Tumorzellen mit ihrer Umgebung aberrant kommunizieren und wie dies therapeutisch genutzt werden kann.