Professor Dr. Simone Fulda

Prof. Dr. Simone Fulda

Der PI3K/Akt/mTOR Signalweg als therapeutisches Target beim Neuroblastom
Patienten mit Neuroblastom im fortgeschrittenen Stadium haben trotz der in den letzten Jahren weltweit durchgeführten Therapieintensivierung weiterhin eine schlechte Prognose. Da die Wirkung der meisten Therapieverfahren in der Onkologie vor allem auf der Induktion von programmierten Zelltod wie Apoptose in Krebszellen beruht, können Defekte in Apoptoseprogrammen z.B. infolge der aberranten Aktivierung von Überlebenssignalwegen wie dem Phospho-Inositol-3 Kinase (PI3K)/Akt/mammalian target of rapamycin (mTOR) Signalweg zur Resistenz beitragen. In Vorarbeiten haben wir eine aberrante Aktivierung des PI3K/Akt/mTOR Signalwegs als neuen negativen Prognosefaktor beim Neuroblastom identifiziert, der signifikant mit einem schlechteren Überleben der Patienten korreliert. Ziel des Projekts ist es deshalb, den PI3K/Akt/mTOR Signalweg als Zielstruktur für therapeutische Interventionen in präklinischen Modellen des Neuroblastoms in vitro und in vivo zu evaluieren und die molekularen Mechanismen der Inhibition des PI3K/Akt/mTOR Signalwegs am Beispiel des Neuroblastoms zu entschlüsseln. Es ist zu erwarten, daß dieses Forschungsprojekt neue Einblicke in die Wirkungsmechanismen von Inhibitoren des PI3K/Akt/mTOR Signalwegs beim Neuroblastom liefern wird. Darüber hinaus ist die Aufklärung der molekularen Mechanismen der PI3K/Akt/mTOR Inhibition am Beispiel des Neuroblastoms von übergreifender Bedeutung auch für andere Krebsarten und damit für die erfolgreiche Weiterentwicklung dieses therapeutischen Konzepts in der Onkologie.

Direktorin
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie
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Simone.Fulda@kgu.de