B3 Reziproke Regulation von Sonic hedgehog und Wnt in der Entstehung und Progression von Medulloblastomen
Medulloblastome (MB) sind die häufigsten malignen Hirntumore bei Kleinkindern und Jugendlichen. Pathologisch werden klassische (65%), anaplastische und desmoplastische (25%, Gorlinsyndrom) MB, sowie MB mit extensiver Nodularität (5%) unterschieden. Mehrere Studien haben ergeben, dass der desmoplastische Subtyp im Vergleich zu den klassischen und anaplastischen MB eine prognostisch bessere Überlebensrate aufweist.
Der desmoplastische Subtyp von MB wird überwiegend durch Mutationen im Hedgehog (Hh) Signalweg getrieben, wobei die häufigsten Mutationen in den Patched1 und Smoothened Rezeptoren, sowie in dem Adapterprotein Supressor-of-fused liegen. Zur Studie desmoplastischer MB werden Mäuse verwendet die nur ein Allel für Ptch besitzen (Ptch+/-, heterozygot) und daher zu ca. 15% MB entwickeln.
Wir konnten zuvor zeigen, dass Shh im Zungenepithel den kanonische Wnt/beta-catenin Signalweg reguliert der in der Embryo- und Tumorgenese eine große Rolle spielt (Schneider et al. 2010, AmJP). Vorläufige Ergebnisse legen nahe, dass Shh in einem Ptch- und Smo-Gli- abhängigen Mechanismus die transkriptionelle Aktivität von beta-Catenin verringert. Obwohl eine Vielzahl von Publikationen eine Interaktion des Shh und Wnt Signalwegs in der Embryo- und Tumorgenese nahelegen, sind deren molekularen Mechanismen weitgehend unbekannt.
Das im Rahmen des OSF geförderte Projekt soll klären ob und wie Shh und Wnt bei der Entstehung und Progression von desmoplastischen MB interagieren und inwiefern man diese therapeutisch nutzen kann.
Prof. Dr. Karl H. Plate
Dr. rer. nat. Stefan Liebner
Dr. rer. nat. Stefan Momma
Neurologisches Institut (Edinger Institut, Prof. Plate), Goethe-Universität Frankfurt
+49 69 6301-84154/ 84158
karl-heinz.plate@kgu.de
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stefan.momma@kgu.de
Erstellt von: S.Watson, erstellt am: 13.01.2011, zuletzt geändert: 31.08.2011








