Der Patient im Centrum
Allgemeine Informationen über das UCT
Was ist das UCT und welche Vorteile hat es für Sie als Patienten?
Inhaltsverzeichnis
Was ist das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen und warum wurde es gegründet?
Das UCT ist ein Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Fachdisziplinen am Universitätsklinikum Frankfurt sowie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt.
Heutzutage werden Tumorerkrankungen immer häufiger. Ein Grund dafür ist, dass die Menschen immer älter werden und damit auch die Anzahl der Krebserkrankungen zunehmen.
Parallel dazu gab es in den letzten 20 Jahren einen rasanten Fortschritt in Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen. Ein Ergebnis dieses Fortschritts ist, dass die Behandlung der Erkrankungen immer aufwändiger und komplexer geworden ist. Häufig sind viele verschiedene Fachdisziplinen an der Behandlung einer Tumorerkrankung beteiligt.
Das UCT wurde ins Leben gerufen, um die verschiedenen Fachdisziplinen, sowie die Diagnostik und Forschung miteinander zu vernetzen um die bestmögliche Medizin für den Menschen zu machen. Der Patient soll dabei stets im Zentrum aller Überlegungen stehen.
Welche Vorteile hat das UCT für mich als Patient?
Das UCT hat zum Ziel, die Betreuung von Krebspatienten in der Rhein-Main Region zu koordinieren und dabei für eine - dem aktuellsten Stand des medizinischen Wissens entsprechende - Diagnostik und Therapie zu sorgen.
Das bedeutet , dass die unterschiedlichen Fachrichtungen, die Tumorpatienten betreuen, eng zusammenarbeiten und sich regelmäßig zu Fallbesprechungen (Tumorkonferenzen) treffen.
Bisher mussten Krebspatienten in die verschiedenen Abteilungen und Ambulanzen des Klinikums gebracht werden, um die Therapie durchzuführen. Ziel des UCT ist es, eine zentrale Therapieeinheit für Krebspatienten aufzubauen, in der die verschiedenen Spezialisten zum Patienten kommen.
Weiterhin soll durch das UCT die klinische Forschung gefördert werden. Durch intensive Grundlagenforschung und die Durchführung von klinischen Studien können Forschungsergebnisse den Krebspatienten schneller als bisher zugute kommen.
Was sind Tumorkonferenzen?
In einer Tumorkonferenz wird jeder Patient vor, während und nach der Behandlung in einer fachübergreifenden Expertenrunde vorgestellt. Dabei beraten sich je nach Tumorart beispielsweise Chirurgen, Strahlentherapeuten, Gynäkologen, Urologen und Internisten. Bei Bedarf werden auch Experten aus weiteren Fachkliniken hinzugezogen. Gemeinsam wird in den Tumorkonferenzen der Behandlungsplan für die Patienten nach qualitätsgesicherten Standards festgelegt.
Beispiel:
Der Radiologe stellt die Röntgenbilder eines Patienten vor. Der Pathologe zeigt dazu die feingewebliche Untersuchung und gemeinsam wird über das weitere Vorgehen entschieden:
- Soll der Patient operiert werden? Wenn ja, was und wie soll operiert werden?
- Erhält der Patient eine Strahlentherapie? Wenn ja an welchen Körperabschnitten?
- Wird zusätzlich eine Chemotherapie verabreicht? Wenn ja welche?
- In welcher Reihenfolge soll der Therapieplan ablaufen?
Erst wenn diese Fragen gemeinsam festgelegt wurden, wird mit der Therapie begonnen.
Was ist ein "Schwerpunkt"?
Im UCT haben sich die einzelnen Fachkliniken zu so genannten Schwerpunkten zusammengeschlossen. Innerhalb eines Schwerpunktes arbeiten diejenigen Disziplinen zusammen, deren Arbeitsgebiete sich häufig überschneiden.
So besteht der Schwerpunkt "Thoraxonkologie" beispielsweise aus Lungenfachärzten, Thoraxchirurgen und internistischen Onkologen. Im Schwerpunkt "gastrointestinale Onkologie" sind Allgemeinchirurgen und Fachärzte für Magen-Darm-Erkrankungen vertreten.
Erstellt von: Hellenbrecht, erstellt am: 20.08.2008, zuletzt geändert: 29.10.2010







