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Hessisches Onkologiekonzept

Umsetzung des Hessischen Onkologiekonzeptes zur besseren Behandlungsqualität ist auf den Weg gebracht

[26.10.2010] Gu­te Nach­rich­ten für Krebs­pa­ti­en­ten in Hes­sen: Das Hes­si­sche On­ko­lo­gie­kon­zept wurde heute vom Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner vorgestellt. Ziel des Konzeptes ist die verbesserte Koordination der me­di­zi­ni­schen Versorgung al­ler Tumorpa­ti­en­ten im Bundesland. Bei­spiel­ge­bend für die­ses Konzept ar­bei­ten im Versorgungsgebiet Frankfurt-Offenbach das Uni­versitätskli­ni­kum und das Kran­ken­haus Nord­west unter dem Dach des Uni­ver­si­tä­ren Cen­trums für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) bereits eng zu­sam­men. Dies schafft beste Voraussetzungen für eine Qualitätsoffensive in Frankfurt und Offenbach.Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat heute das Hessische Onkologiekonzept verkündet und die Weichen für eine optimierte medizinische Betreuung aller Krebspatienten gestellt. Das Hes­si­sche On­ko­lo­gie­kon­zept soll die Zu­sam­men­ar­beit al­ler Krebs­spe­zia­lis­ten in sechs Versorgungsgebieten deut­lich ver­bes­sern. Für das Ver­sor­gungs­ge­biet Frank­furt-Offenbach bie­tet das UCT die dafür not­wen­di­ge Ko­or­di­na­ti­on an: im UCT arbeiten das Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-​Uni­ver­si­tät Frank­furt und das Kran­ken­haus Nord­west bereits zusammen und übernehmen Verantwortung für Frankfurt-Offenbach. „Mit dem UCT verfügt das Rhein-Main-Gebiet bereits über ein hochqualifiziertes und mustergültiges onkologisches Kompetenzzentrum im Sinne eines Comprehensive Cancer Centers. Das Hessische Onkologiekonzept ist nun ein weiterer wichtiger Schritt zu einer umfassenden Versorgung von Krebserkrankungen in der Region“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Schölmerich, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. „Wir begrüßen diese politische Entscheidung zugunsten einer qualitätsgesicherten Patientenversorgung in Hessen“, stellten auch Dr. Hans-Joachim Conrad, Kaufmännischer Direktor des Klinikums der J.W. Goethe-Universität und Jürgen Sprekelmeyer, Geschäftsführer des Krankenhauses Nordwest, gemeinsam fest.

Jähr­lich er­kran­ken in Deutsch­land 450.000 Men­schen an Krebs, allein 32.000 in Hessen. „Heutzutage steht fest: die rich­ti­ge Diagnosestellung und Erst­be­hand­lung von Krebs­pa­ti­en­ten ist bereits ent­schei­dend für den The­ra­pie­er­folg“, sagt Prof. Dr. Claus Rödel, Klinischer Direktor vom UCT. Vie­le einzelne Schrit­te in Dia­gnos­tik und The­ra­pie müs­sen zwischen den verschiedenen Krebsspezialisten ge­plant und aufeinander abgestimmt sein. „Dies erfordert eine koordinierte Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nsten Fachexperten - darunter Chirurgen, Internisten und Strahlentherapeuten“, stellt Prof. Dr. Elke Jäger vom Krankenhaus Nordwest fest. „Die Onkologie ist im Umbruch, da derzeit revolutionär neue Therapiemöglichkeiten für ganz spezielle Patientengruppen entwickelt werden. Es wird in Zukunft also immer schwieriger, dem richtigen Krebspatienten die individuell bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. Das hessische Onkologiekonzept ist die richtige Antwort auf diese große Herausforderung“, ergänzt Prof. Dr. Hubert Serve, Wissenschaftlicher Direktor des UCT.

Um den Be­trof­fe­nen die Sor­ge zu neh­men, un­ter dem viel­fäl­ti­gen und oft verwirren­den An­ge­bot die optimale Be­hand­lung zu fin­den, wird im Rah­men des Hessischen On­ko­lo­gie­kon­zep­tes in fest­ge­leg­ten Ver­sor­gungs­ge­bie­ten und definier­ten On­ko­lo­gi­schen Kompetenzzen­tren die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung strategisch ko­or­di­niert. Kernstück ist dabei, die künftig verbindlich geregelte Zusammenarbeit kleinerer und größerer Krankenhäuser im Versorgungsgebiet.
Das Hessische Onkologiekonzept soll dadurch auch die wohnortnahe, qualitätsgesicherte Versorgung stärken. Besonders wichtig ist dabei die Integration niedergelassener Ärzte, um von der Früherkennung bis zur Tumornachsorge eine lückenlose, effiziente und belastbare Struktur für Krebspatienten auf- und stetig auszubauen.

Um die Koordinationsaufgabe wahrzunehmen, bietet das UCT unter anderem einheitliche Behandlungsstandards nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an und organisiert eine strukturierte Tumordokumentation zur Erfassung der Behandlungsqualität nach objektiven Kriterien. Wichtige Elemente in der Krankenversorgung sind zudem psy­choon­ko­lo­gi­sche und pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­sche An­ge­bo­te. Außerdem vereinfacht ein Online-Studienregister die Teilnahme an klinischen Studien, um den medizinischen Fortschritt zu unterstützen. Wie überzeu­gend die Idee des Hes­si­schen On­ko­lo­gie­kon­zeptes im Ver­sor­gungs­ge­biet Frank­furt-Of­fen­bach be­reits um­ge­setzt wird, be­stä­tigt das Gü­te­sie­gel On­ko­lo­gi­sches Spit­zen­zen­trum der Deut­schen Krebs­hil­fe.


On­ko­lo­gi­sches Spit­zen­zen­trum

Nach dem Vor­bild der ame­ri­ka­ni­schen Com­pre­hen­si­ve Can­cer Cen­ters (CCC) fördert die Deut­sche Krebs­hil­fe bun­des­weit uni­ver­si­tä­re Zen­tren der Krebs­me­di­zin, die für ih­re Pa­ti­en­ten die best­mög­li­che The­ra­pie wei­ter­ent­wi­ckeln und al­len Partnern in der Re­gi­on ver­füg­bar ma­chen. Da­mit soll sich die Ver­sor­gungs­qua­li­tät von Krebs­pa­ti­en­ten in Deutsch­land deut­lich ver­bes­sern. Ein in­ter­na­tio­na­les Experten­gre­mi­um wähl­te sechs Be­wer­ber zur Auszeichnung aus. Da­mit ist das UCT das ein­zi­ge Zen­trum im Rhein-​Main-​Ge­biet und in ganz Hes­sen, das als Onkologisches Spit­zen­zen­trum aus­ge­zeich­net wur­de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.uct-frankfurt.de


Frank­furt am Main, 26. Oktober 2010


Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:

Ri­car­da Wes­sin­g­ha­ge
Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-​Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main
Fon: (0 69) 63 01 – 77 64
Fax: (0 69) 63 01 – 8 32 22
E-​Mail: ricarda.​wessinghage@​kgu.​de
In­ter­net: www.kgu.de

Anja Dörner
Referentin Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Krankenhaus Nordwest
Fon: (069) 76 01 – 32 06
Fax: (069) 76 01 – 36 80
E-​Mail: doerner.anja@sthhg.de
Internet: www.krankenhaus-nordwest.de

Weitere Informationen zum UCT:

Dr. med. Chris­ti­an Brandts
Ärzt­li­cher Ge­schäfts­füh­rer
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen
Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-​Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main
Fon: (069) 63 01 – 7104
Fax: (0 69) 63 01 – 83833
E-​Mail: brandts@​em.​uni-​frank­furt.de
In­ter­net: www.uct-frankfurt.de

Erstellt von: S. Ohm, erstellt am: 01.11.2010, zuletzt geändert: 01.11.2010