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Schmerztherapie am UCT

Autor: Dr. med. Michael Zimmermann, Oberarzt am Klinikum für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie; Uniklinikum Frankfurt/Main

In der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Goethe Universität Frankfurt am Main werden ambulante und stationäre Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen der verschiedenen Fachabteilungen des Klinikums behandelt.
Im Klinikum besteht ein Konsiliardienst für stationäre Patienten mit Schmerzen. Ziel ist ein früher und zeitnaher Beginn der Schmerztherapie, sowie die Betreuung von Patienten mit postoperativen Schmerzen.

Schmerz-Ambulanz

Ambulante Patienten mit schwierigen oder therapierefraktären Schmerzzuständen können von Hausärzten und Fachärzten überwiesen werden.
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen im Klinikum sowie im Rahmen der Schmerzkonferenz werden Patienten mit Schmerzen unterschiedlichster Ätiologie und Pathogenese gezielt behandelt.
Zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Schmerzambulanz zählen Patienten mit:

  • Tumorschmerzen
  • Postoperative Schmerzen
  • Zosterneuralgien, Postzosterneuralgien
  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Rückenschmerzen
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen, Migräne
  • Phantomschmerzen
  • Nervenschmerzen wie z.B. Trigeminus Neuralgien

Die Dia­gnos­tik und Be­fun­der­he­bung er­folgt in un­se­rer Schmerz­am­bu­lanz u.a. mit Hil­fe kli­ni­scher Un­ter­su­chun­gen, struk­tu­rier­ten Fra­ge­bö­gen, aus­führ­li­chen Pa­ti­en­ten­ge­sprä­chen, so­wie bei Be­darf durch wei­ter­füh­ren­de Un­ter­su­chun­gen (u.a. Bild­ge­bung) am Kli­ni­kum.

Fol­gen­de Ver­fah­ren und Tech­ni­ken der an­äs­the­sio­lo­gi­schen Schmerz­the­ra­pie wer­den an­ge­bo­ten:

  • Me­di­ka­men­tö­se The­ra­pie mit Anal­ge­ti­ka und Co-​Anal­ge­ti­ka
  • Rü­cken­marks­na­he Ner­ven­blo­cka­den
  • Kon­ti­nu­ier­li­che rü­cken­marks­na­he Opio­id­ap­pli­ka­ti­on
  • Neu­ro­ly­sen (z.B. G. Cölia­kus Neu­ro­ly­se)
  • Gang­lio­nä­re Opio­id­ap­pli­ka­ti­on
  • The­ra­peu­ti­sche Lo­kalan­äs­the­sie
  • Trans­ku­ta­ne elek­tri­sche Ner­ven­sti­mu­la­ti­on (TENS)
  • Aku­punk­tur (z.B. bei Mi­grä­ne)

Akut-Schmerz-Dienst

Pa­ti­en­ten die sich ei­nem ope­ra­ti­ven Ein­griff im Kli­ni­kum un­ters­zie­hen, kön­nen auf Wunsch un­mit­tel­bar vor dem ge­plan­ten Ein­griff ei­ne Re­gio­nal­an­äs­the­sie (Ner­ven­blo­cka­den an der obe­ren oder un­te­ren Ex­tre­mi­tät) oder ei­ne Pe­ri­du­ralan­äs­the­sie zur pos­tope­ra­ti­ven Schmerz­the­ra­pie er­hal­ten. Durch An­la­ge die­ser Ka­the­ter ist es mög­lich so­wohl wäh­rend als auch nach der Ope­ra­ti­on die Schmer­zen ef­fek­tiv zu ver­hin­dern. Der Akut-​Schmerz Dienst vi­si­tiert mehr­fach am Ta­ge die Pa­ti­en­ten, die ein sol­ches Ver­fah­ren zur Schmerz­the­ra­pie ha­ben. Hier­durch kann die Schmerz­the­ra­pie in­di­vi­du­ell ge­nau an die ak­tu­el­len Be­dürf­nis­se an­ge­passt wer­den. Hier­für stel­len wir Ih­nen ge­eig­ne­te Sprit­zen­pum­pen und pa­ti­en­ten­ge­steu­er­te Pum­pen (PCA) zur Ver­fü­gung. Die­se wer­den ins­be­son­de­re für die pe­ri­du­ra­le Ap­pli­ka­ti­on (PCEA) oder auch zur in­tra­ve­nö­sen In­fu­si­on (i.v. PCA) ein­ge­setzt.

Anmeldung zur Schmerztherapie

Kli­nik für An­äs­the­sio­lo­gie, In­ten­siv­me­di­zin und Schmerz­the­ra­pie der Goe­the Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main Di­rek­tor: Univ.-​Prof. Dr. Dr. K. Za­cha­row­ski, FRCA

Die Schmerz­am­bu­lanz
Lei­ter: OA Dr. med. M. Zim­mer­mann
ist Mon­tag-​Don­ners­tag von 7:30 – 15:30 und am Frei­tag von 7:30 – 14:30 te­le­fo­nisch un­ter 069 – 6301-​ 4870 zu er­rei­chen.

Erstellt von: S. Ohm, erstellt am: 19.04.2010, zuletzt geändert: 19.04.2010