Abstract-Preis für MSNZ Clinical Trialist Eveline Schoenmaker

Eveline Schoenmaker, Assistenzärztin in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie der Universitätsmedizin Frankfurt, erhielt für den Vortrag zur klinischen Studie „StuDoQ Pankreas“ den Abstract-Preis auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV). Der DGAV-Kongress fand vom 15.-20. September 2025 in Leipzig statt und wurde von über 6.000 Teilnehmenden besucht. 

Foto: DGAV e.V., https://www.dgav.de/abstract-preis-auf-der-viszeralmedizin-fuer-frau-e-schoenmaker

Mit ihrem Vortrag „Perioperatives Outcome nach totaler Pankreatektomie versus Pankreaskopfresektion – Retrospektive Analyse aus dem DGAV StuDoQ | Pankreas Register“ wertete Schoenmaker gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Ekaterina Petrova und Prof. Armin Wiegering, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt, einen umfassenden Datensatz zum Vergleich von Pankreaskopfresektion und totaler Pankreatektomie hinsichtlich Mortalität und Komplikationen aus. Schoenmaker wird seit Anfang 2025 als Clinical Trialist im Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) Frankfurt-Marburg gefördert, wodurch sie im Klinikalltag eine Freistellung für die Durchführung klinischer Studien erhält. In die vorliegende klinische Studie eingeschlossen sind Daten der Jahre 2013 bis 2024. Die Nachwuchswissenschaftlerin konnte zeigen, dass eine totale Pankreatektomie bei Hochrisiko-Patientinnen und -Patienten für Patientinnen und Patienten mit postoperativen Pankreasfisteln (Ductus Pancreaticus und ein weiches Pankreasparenchym) keine signifikant schlechteren Komplikationsrate und Gesundheitsausgänge während des Krankenhausaufenthaltes zeigte. Entsprechend machen die Daten deutlich, so stellte Schoenmaker während ihres Vortrags heraus, dass eine individuelle Abwägung zugunsten der totalen Resektion bei hohem Fistelrisiko diskutiert werden müsse.

Die DGAV | StuDoQ-Register bieten eine einzigartige Möglichkeit für Registerforschung in der Chirurgie in Deutschland. Mit den realen Versorgungsdaten haben Mitglieder der DGAV bereits etwa 100 Publikationen veröffentlicht. Mit den großen Analysen können wichtige Erkenntnisse für den klinischen Alltag gewonnen werden, ebenso können die StuDoQ-Register für prospektive Versorgungsforschungsprojekte genutzt werden.
 

Pressekontakt

Felicitas Cremer
UCT Frankfurt
Uni­ver­si­täts­medizin Frank­furt
Theo­dor-Stern-Kai 7
60590 Frank­furt
Tel. 069 6301 87335
felicitas.cremer@unimedizin-ffm.de