Mit ihrem Vortrag „Perioperatives Outcome nach totaler Pankreatektomie versus Pankreaskopfresektion – Retrospektive Analyse aus dem DGAV StuDoQ | Pankreas Register“ wertete Schoenmaker gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Ekaterina Petrova und Prof. Armin Wiegering, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt, einen umfassenden Datensatz zum Vergleich von Pankreaskopfresektion und totaler Pankreatektomie hinsichtlich Mortalität und Komplikationen aus. Schoenmaker wird seit Anfang 2025 als Clinical Trialist im Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) Frankfurt-Marburg gefördert, wodurch sie im Klinikalltag eine Freistellung für die Durchführung klinischer Studien erhält. In die vorliegende klinische Studie eingeschlossen sind Daten der Jahre 2013 bis 2024. Die Nachwuchswissenschaftlerin konnte zeigen, dass eine totale Pankreatektomie bei Hochrisiko-Patientinnen und -Patienten für Patientinnen und Patienten mit postoperativen Pankreasfisteln (Ductus Pancreaticus und ein weiches Pankreasparenchym) keine signifikant schlechteren Komplikationsrate und Gesundheitsausgänge während des Krankenhausaufenthaltes zeigte. Entsprechend machen die Daten deutlich, so stellte Schoenmaker während ihres Vortrags heraus, dass eine individuelle Abwägung zugunsten der totalen Resektion bei hohem Fistelrisiko diskutiert werden müsse.
Die DGAV | StuDoQ-Register bieten eine einzigartige Möglichkeit für Registerforschung in der Chirurgie in Deutschland. Mit den realen Versorgungsdaten haben Mitglieder der DGAV bereits etwa 100 Publikationen veröffentlicht. Mit den großen Analysen können wichtige Erkenntnisse für den klinischen Alltag gewonnen werden, ebenso können die StuDoQ-Register für prospektive Versorgungsforschungsprojekte genutzt werden.



