Im Rahmen der UCT Inforeihe „Krebs verstehen – im Austausch mit Experten“ gab Clinician Scientist Dr. Tobias Bexte am 03. März 2026 Einblicke in seine ärztliche Tätigkeit als Transfusionsmediziner am DRK Blutspendedienst und seine zelltherapeutische Forschung am Institut für Transfusionsmedizin des DRK Blutspendediensts und an der Universitätsmedizin Frankfurt. Im Vortrag erklärte er dem interessierten Publikum, wie Krebstherapien Nebenwirkungen in der Blutbildung verursachen können und wie gespendete Blutbestandteile helfen können, Blutarmut zu verhindern oder die Gerinnung zu verbessern. Teil seiner ärztlichen Tätigkeit sind unter anderem die Herstellung von Blutkonserven für komplexe Krebs-Therapien, und die Arbeit mit Stammzellspendern für die Transplantation von Blutstammzellen.
Immunzellen werden jedoch auch für innovative Zelltherapien genutzt, um zielgerichtet Krebszellen auszuschalten. Hier setzt die Forschungsarbeit von Dr. Tobias Bexte an. Gemeinsam mit seinem Team erforscht er neue Strategien, um die natürliche Wirkungsweise von Immunzellen, wie beispielsweise von Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), mittels präziser Geneditierungstechnologien zu verbessern. Die daraus entstehenden Immunzellprodukte können im Rahmen von maßgeschneiderten Therapien bei hämatologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen.
Nach einer Einführung in die Grundlagen nahm der Arzt und Wissenschaftler die Teilnehmenden mit auf eine Reise von der experimentellen Entwicklung neuer Therapien im Labor bis hin zur ersten Applikation am Patienten im Rahmen von klinischen Studien. Er veranschaulichte so den Kreislauf der translationalen Forschung und dessen große Bedeutung für die Behandlung schwer erkrankter Patienten und Patientinnen, sowie den hohen Wert von Blut- oder Immunzellspenden für die moderne Krebstherapie.
Die interessierten Fragen und die angeregte Diskussion mit den Teilnehmenden zeigten einmal mehr, wie wichtig es ist, komplexe Themen aus der Forschung und der spezialisierten Krebstherapie allgemeinverständlich aufzubereiten, für ein breites Publikum außerhalb der Fachkreise zugänglich zu machen und mit Krebsbetroffenen und Angehörigen in den Austausch zu gehen.



