Epigenetische Forschung für gezieltere Hirntumor-Therapien

MSNZ Advanced Clinician Scientist Katharina Weber wird für ihre Forschung zu Mechanismen der malignen Transition von IDH-mutierten Gliomen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert

MSNZ Advanced Clinician Scientist PD Dr. Katharina Weber erhält für ihre Forschung einen DFG-Grant. Foto: privat

PD Dr. Katharina Weber ist Oberärztin am Neurologischen Institut (Edinger Institut) der Universitätsmedizin Frankfurt und leitet die Arbeitsgruppe „Translationale Epigenetik“. Gemeinsam mit ihrem Team geht sie der Bedeutung epigenetischer Mechanismen bei der Entwicklung und Aggressivität von Hirntumoren, insbesondere von Isocitratdehydrogenase (IDH)-mutierten Gliomen, nach. Für diese anspruchsvolle Forschung wird Katharina Weber seit Herbst 2024 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Ein zentraler Fokus von Webers Arbeit liegt auf der sogenannten malignen Transition – dem Übergang zu höheren Malignitätsstufen. Die mutierten Gliome zeigen bis zu drei Grade biologischer Aggressivität, die maßgeblich die Behandlungsstrategie und den Therapiezeitpunkt bestimmen. Weber untersucht, wie elementare Bestandteile des Chromatins, wie Histone und deren posttranslationale Modifikationen, das Fortschreiten von Tumoren beeinflussen können. Indem der Zeitpunkt der Behandlung optimal auf die Eigenschaften des Tumors abgestimmt wird, sollen die neurotoxischen Nebenwirkungen von Radiochemotherapien minimiert werden.

Katharina Weber wird im Anschluss an ihre Förderung als Clinician Scientist (2021–2022) im Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Frankfurt seit 2023 als Advanced Clinician Scientist gefördert. Die Unterstützung der Geförderten bei der Beantragung externer Mittel ist ein zentrales Anliegen des MSNZ Frankfurt und der Erfolg von Katharina Webers Antrag wird vom Frankfurter MSNZ-Sprecher Prof. Christian Brandts sowie der Ko-Sprecherin Prof. Evelyn Ullrich sehr begrüßt. Die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht die Weiterentwicklung von Webers Forschungsansätzen über die MSNZ-Förderung hinaus sowie eine erhöhte Sichtbarkeit. Advanced Clinician Scientist Katharina Weber, die sich wie viele wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte in der Herausforderung wiederfindet, den Spagat zwischen Klinik und Wissenschaft zu meistern, sieht in ihrem erfolgreichen Projektantrag auch einen persönlichen Ansporn. So betont sie: „Aus persönlicher Perspektive bestärkt die Förderung meine Motivation, mich mit noch mehr Leidenschaft und Engagement der Hirntumorforschung zu widmen“.

Pressekontakt

Felicitas Cremer
UCT Frankfurt
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