Fellows des MSNZ Frankfurt-Marburg präsentieren auf dem SUCCESS Clinician Scientist Retreat in Marburg

Sechs Nachwuchsforschende stellen anspruchsvolle Projekte in der translationalen Krebsforschung vor.

MSNZ Frankfurt-Marburg Fellows vernetzen sich mit weiteren SUCCESS Fellows auf dem SUCCESS Clinician Scientist Retreat in Marburg (v.l.n.r: Niklas Gremke, Theresa Weber, Niklas Recknagel, Can Raul Alpagut). Foto: UCT.

Mit der Erweiterung des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums (MSNZ) Frankfurt werden seit 2023 mittlerweile auch sechs Clinician Scientists und Clinical Trialists am UCT Partnerstandort Marburg gefördert. Eng eingebunden in das Clinician Scientist-Programm SUCCESS (Supporting Careers of Clinicians Seeking Science) der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg arbeiten die Nachwuchsforschenden an anspruchsvollen Projekten in der translationalen Krebsforschung. Auf dem jährlichen Retreat des SUCCESS-Programms eröffneten die jungen Onkologen und Onkologinnen in diesem Jahr mit ihren Vorträgen die erste Session. Clinical Trialist Dr. Niklas Gremke machte den Auftakt mit einem Update zu seiner Forschung an „Targeting PI3K inhibitor resistance in breast cancer with metabolic drugs“. Clinician Scientist Dr. Theresa Weber folgte mit ihrem Vortrag über den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeiten zur Analyse bakterieller Metaboliten im Kontext hämatologischer Neoplasien. Nachfolgend berichtete Clinician Scientist Dr. Tillmann Rusch über seine neuesten Erkenntnisse zur Glioblastomforschung und Dr. Niklas Recknagel vertrat seine Clinician Scientist-Kollegin Dr. Gertrud Schmich und zeigte den aktuellen Stand ihres Studienvorhabens zur Partikeltherapie bei Kopf-Hals-Tumoren.

Im Rahmen des interdisziplinären Förderprogramms deckte eine interessante Agenda vielfältige Fachrichtungen ab, die die Geförderten in andere Forschungsthematiken eintauchen ließ  und zugleich Schnittstellen der Bereiche aufzeigte – wie etwa KI-Ansätze zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung, die in vielen Bereichen Anwendung finden kann. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag von Prof. Dominikus Herzberg der Technischen Hochschule Mittelhessen zum Thema „Chancen und Risiken beim wissenschaftlichen Umgang mit ChatGTP & Co“. Detailliert erklärte er die Arbeitsweise eines Sprachmodells und zeigte die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die technischen Grenzen in der Nutzung generativer KI in der medizinischen Forschung. Besonders hob er die Wichtigkeit des verantwortungsvollen Umgangs und der fachlichen Kontrolle bei der Nutzung von KI-generierten Inhalten hervor. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde insbesondere der Umgang mit dem Einsatz von KI-Tools beim Verfassen von Abschlussarbeiten diskutiert, wobei es unter den Anwesenden durchaus kontroverse Ansichten hinsichtlich des Nutzens gab.

Bei der abschließenden Feedbackrunde der Clinician Scientists des SUCCESS-Programms wurde die Freistellungszeit für Forschung als wichtigster Aspekt hervorgehoben. Das strukturierte Programm mit festen Freistellungszeiten habe für die Forschenden gute Bedingungen geschaffen, um eigene Projektideen umzusetzen und sich ein eigenes wissenschaftliches Profil zu erarbeiten. Gleichzeitig wiesen die Geförderten aber auch darauf hin, dass der Spagat zwischen Klinik, Wissenschaft und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch sehr herausfordernd sei und man sich mehr Wertschätzung der Forschungstätigkeit im klinischen Kollegium und auch mehr Vernetzung untereinander wünsche. Als erste Maßnahme wurde daher sogleich geplant, das nächste SUCCESS-Retreat am Campus Fulda stattfinden zu lassen.

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Felicitas Cremer
UCT Frankfurt
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