Frankfurter MSNZ Fellows stellen translationale, onkologische Bildgebungs-Projekte in Kapstadt vor

Arbeitsgruppe von Katharina Wenger-Alakmeh besucht den ISMRM & ISMRT Kongress 2026

Dr. Dennis C. Thomas präsentiert sein Projekt auf der ISMRM & ISMRT Konferenz 2026 in Kapstadt, Südafrika. Foto: privat

Fünf Tage spannender Forschung erwarteten die Gruppenleiterin PD Dr. Katharina Wenger-Alakmeh und ihren Postdoktoranden Dennis C. Thomas aus dem Institut für Neuroradiologie der Universitätsmedizin Frankfurt vom 09.-14. Mai 2026 in Kapstadt, Südafrika: Die International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) und die International Society for MR-Radiographers & Technologists (ISMRT) luden zu ihrer Jahrestagung ein. Die Tagung ist mit knapp 6.000 Teilnehmenden aus mehr als 65 Ländern das größte und bedeutendste wissenschaftliche Treffen aus dem Bereich der Magnetresonanz-Techniken. 

Die Gruppe für Translational Neuroimaging des Cooperative Brain Imaging Centers (CoBIC) an der Universitätsmedizin Frankfurt war mit mehreren Beiträgen vertreten. Dennis C. Thomas hielt einen Vortrag zum Thema „Quantitative MRI-based Prediction of Contrast Enhancement in Brain Tumors using Deep Learning“. Die vorgestellten Ergebnisse sind ein Teil des von Katharina Wenger-Alakmeh initiierten RACOON-AI Brain Tumor Projekts des Netzwerks Universitätsmedizin, das von ihr koordiniert und seit diesem Jahr vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. 

Da Medical Scientist Dr. Seyma Alcicek an der Teilnahme verhindert war, übernahm Katharina Wenger-Alekmeh ihren Pitch zu der vom Frankfurt Cancer Institute geförderten und zwischenzeitlich publizierten Arbeit „In Vivo Characterization of the Redox Balance in IDH-Wildtype Glioblastomas using J-difference Edited MEGA-sLASER MRS in 3T“. Die Arbeit erfreute sich dank der in Frankfurt optimierten, nicht-invasiven in vivo-Messtechnik von Glutathion und Cystathionin in Glioblastomen internationaler Aufmerksamkeit. 

Dennis C. Thomas konnte zudem ein weiteres seiner Projekte im Rahmen einer Flash Presentation vorstellen. Hierbei sprach er über die Berechnung quantitativer T1-, PD- und T2-Kartierungen auf der Basis gewichteter Routine-MRT-Bilder und deren potentiellen Nutzens bei Hirntumoren. Auch von Arbeitsgruppenmitglied Andrei Manzhurtsev war ein Projekt, das Teil einer gemeinsamen Studie mit MSNZ-Fellow PD Dr. Pia Zeiner ist, als Poster vertreten. Die Konferenzteilnehmenden konnten sich dort über die nicht-invasive Quantifizierung von Laktat, GABA und Glutathion in Hirnmetastasen mittels der in Frankfurt auch bei Glioblastomen eingesetzten Spezialtechnik für überlagerte Stoffwechselsignale informieren. 

Katharina Wenger-Alakmeh, die ihre Arbeitsgruppe vor vier Jahren gegründet hat, blickt zufrieden auf die Konferenz zurück, auf der sie und ihr Team die Vielzahl der Forschungsprojekte präsentieren konnten: „Unser Ziel ist es, metabolisch-quantitative MRT-Techniken zu optimieren und in die klinische Anwendung der Neuroonkologie und Neurologie zu bringen und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“, resümiert sie.
 

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