Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) in Mannheim stellte das Team die Initiative erstmals der Fachöffentlichkeit vor. Das standortübergreifende junge Netzwerk soll den Austausch, die Zusammenarbeit und die Sichtbarkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Transfusionsmedizin ausbauen.
Die Transfusionsmedizin ist ein hochspezialisiertes und entscheidendes Fach an der Schnittstelle von Klinik, Diagnostik und Forschung. „Genau hier setzt die Initiative an und hat zum Ziel, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Fachkräfte auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin besser zu vernetzen und als Plattform für Networking, Weiterbildung, Mentoring und Karriereentwicklung die Zukunft des Faches mitzugestalten“, fasst Dr. Bexte einen der Hauptimpulse der Initiative zusammen. „Ebenso soll es die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Fachdisziplinen zu vernetzen und sich zukünftig stärker standort- aber auch fachübergreifend auszutauschen. Das Besondere ist, dass das Netzwerk von jungen Kolleginnen und Kollegen für junge Kolleginnen und Kollegen konzipiert ist“, erläutert der Frankfurter Forscher weiter. So soll eine wissenschaftlich und klinisch gut vernetzte nächste Generation von Nachwuchsforschenden entstehen, die aktiv die Zukunft des Faches mitgestalten – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen angrenzender Fächer.
Die Initiative ist auch als Kommission der DGTI-Fachgesellschaft angeschlossen, versteht sich aber als selbständiges Netzwerk und bietet in diesem Rahmen nun Vernetzungsveranstaltungen sowie regelmäßige Workshops und virtuelle Fortbildungsreihen an. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr online statt und sind offen für alle jungen Assistenzärztinnen und -ärzte, auch aus anderen Fachbereichen. Hierdurch entsteht ein dynamisches und zielgruppenorientiertes Vernetzungs- und Weiterbildungsangebot für junge Clinician Scientists an den verschiedenen Standorten der gesamten D-A-CH-Region. Das aktuelle Team setzt sich bereits aus Assistenzärztinnen und -ärzten aus Greifswald, Münster, Mannheim und Wien zusammen.
Die Kick-Off Session auf der DGTI Jahrestagung markierte mit Impulsvorträgen und Diskussionsrunden von Dr. Bexte und seinen Kolleginnen und Kollegen den Auftakt zur inhaltlichen Arbeit vor einem voll besetzten Publikum. Im Anschluss an diese Session präsentierte Tobias Bexte weiterhin seine wissenschaftliche Arbeit in der Early Career Session zum Thema „Precise CRISPR-Cas-edited, non-viral, allogeneic BCMA-CAR NK cells as an innovative therapeutic concept for multiple myeloma“ mit der er auch an das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) Frankfurt-Marburg assoziiert ist. Durch die Präsentation dieses Projektes zeigte der Clinician Scientist den jüngeren Kolleginnen und Kollegen eindrucksvoll, welchen zentralen Stellenwert Vernetzung in der wissenschaftlichen Arbeit hat. An seinem Projekt, bei dem es um neue nicht-virale Technologien zur Herstellung von CAR NK-Zellen geht, waren neben den Frankfurter Institutionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Würzburg, der Universität Freiburg und des Fraunhofer Institutes für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig beteiligt. Gemeinsam arbeiten sie daran, die CAR NK-Zelltherapie für Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom einsetzbar zu machen.
Weitere Informationen zum „NextGen Transfusion Medicine“-Netzwerk finden sich auf der LinkedIn Seite der Initiative.



