Start des neuen Qualifizierungsangebots ONCOlleg: Von Krebsbetroffenen zu Patienten-Botschaftern

Ausbildungsreihe stärkt die Beteiligung von Krebsbetroffenen in der Onkologie

Dr. Sascha Roder (UCT Frankfurt, Universitätsmedizin Frankfurt, 2.v.r.) und Dorothea von Kiedrowski (CCC Marburg, Universitätsklinikum Marburg, l.) mit den Teilnehmenden von ONCOlleg beim Kick-Off am 14. August 2026 an der Universitätsmedizin Frankfurt

Mit ONCOlleg hat das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg am 14. August 2026 eine neue Ausbildungsreihe für Krebsbetroffene ins Leben gerufen. Das Programm besteht aus zehn Schulungseinheiten und qualifiziert Krebspatientinnen und -patienten, Cancer Survivors und Angehörige zu Patienten-Botschaftern in der Onkologie. In dieser Funktion bringen sie künftig ihre Perspektiven aktiv in die Versorgung, Forschung und Gremienarbeit des Onkologischen Spitzenzentrums an der Universitätsmedizin Frankfurt, im Krankenhaus Nordwest und am Universitätsklinikum Marburg ein.

„Mit ONCOlleg möchten wir Patientinnen, Patienten und Angehörige darin bestärken, ihre Erfahrungen und Perspektiven in die Onkologie einzubringen. Und wir möchten sie dazu befähigen, aktiv an einer patientenzentrierten Krebsversorgung und -forschung mitzuwirken. ONCOlleg vermittelt das dafür notwendige Wissen und die entsprechenden Kompetenzen für eine gelingende Mitarbeit in den interdisziplinären Teams“, erklärt Dr. Sascha Roder, Referent für Patientenbeteiligung und Selbsthilfe im UCT Frankfurt.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen das gegenseitige Kennenlernen sowie erste Einblicke in die Arbeit des Krebszentrums. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch verschiedene Bereiche des UCT an der Universitätsmedizin Frankfurt konnten die Teilnehmenden einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Versorgungsstrukturen vor Ort kennenlernen. In den kommenden vier Monaten vertiefen die Teilnehmenden ihr Wissen zu zentralen Themen der Onkologie. Auf dem Programm stehen unter anderem Diagnostik und Therapie, klinische Forschung, personalisierte Medizin, Supportive Therapien sowie Patientenbeteiligung und Kommunikation. Nach Abschluss der Qualifizierung sind im UCT Frankfurt-Marburg regelmäßige Treffen geplant, um den Austausch der Patienten-Botschafter fortzuführen und sie langfristig im Rahmen eines Patienten-Netzwerks in Projekte und Forschungsvorhaben des Onkologischen Spitzenzentrums einzubinden.

Die Qualifizierung fußt auf einem evidenzbasierten Curriculum, das gemeinsam mit Patientenvertretenden entwickelt wurde. Das Ausbildungskonzept von ONCOlleg baut auf Erfahrungen des Universitären Cancer Centers Hamburg in diesem Bereich auf. Es wird im Rahmen der Task Force „Patient:innenbeteiligung“ des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Verbundprojekts ONCOnnect kontinuierlich evaluiert und an aktuelle Erkenntnisse angepasst. Mit ONCOlleg soll die strukturierte Beteiligung von Krebsbetroffenen in der Onkologie im bundesweiten Netzwerk der Onkologischen Spitzenzentren langfristig gestärkt werden.

Für weitere Informationen:
Dr. phil. Sascha Roder
Patientenbeteiligung und Selbsthilfe
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 80 69 3
E-Mail: sascha.roder@unimedizin-ffm.de
Internet: www.uct-frankfurt.de

Felicitas Cremer
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 87 33 5
E-Mail: felicitas.cremer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.uct-frankfurt.de


Über das Verbundprojekt ONCOnnect
ONCOnnect ist ein Verbundprojekt zur Weiterentwicklung regionaler Outreach-Netzwerke der 14 von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren, unter Beteiligung von 26 Universitätsklinika, dem Nationalen Krebspräventionszentrum in Heidelberg und Patientenvertretungen. Ziel von ONCOnnect ist die engere Vernetzung der Comprehensive Cancer Center (CCCs) mit regionalen Behandlungspartnern – Krankenhäusern, Fach- und Hausarztpraxen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens – und eine gemeinsame Entwicklung von Best-Practice-Modellen für eine flächendeckende, bestmögliche und ganzheitliche Versorgung von Krebsbetroffenen in Deutschland. Zentral koordiniert wird das Verbundprojekt durch die ONCOnnect-Geschäftsstelle mit Sitz an der Universitätsmedizin Frankfurt unter Leitung von Sprecher Prof. Dr. Christian Brandts, Direktor des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt. Das Verbundprojekt ONCOnnect wird durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe mit insgesamt 13,8 Millionen Euro bis zum Jahr 2027 gefördert.
Weitere Informationen unter www.ccc-onconnect.de

Über das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg
Das UCT Frankfurt-Marburg ist ein Comprehensive Cancer Center-Konsortium der Universitätsmedizin Frankfurt und des Krankenhauses Nordwest sowie des Universitätsklinikums Marburg. Es vernetzt die fachrichtungsübergreifende und heimatnahe Patientenversorgung und treibt die gemeinsame translationale und klinische Krebsforschung sowie die Ausbildung von medizinischen Fachkräften und Wissenschaftlern in der Onkologie voran. Die Deutsche Krebshilfe hat das UCT Frankfurt-Marburg als eines von 14 deutschen Onkologischen Spitzenzentren ausgezeichnet.

Über die Universitätsmedizin Frankfurt
Die Universitätsmedizin Frankfurt, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden hochschulmedizinischen Einrichtungen Deutschlands. Sie bietet ihren Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 33 Kliniken und klinischen Instituten. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Universitätsmedizin und Fachbereich Medizin betreiben mehr als 20 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die diagnostische und therapeutische Praxis. Rund 1.300 stationäre und tagesklinische Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Kliniken und Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden circa 46.000 stationäre und mehr als 480.000 ambulante Patientinnen und Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt die Universitätsmedizin unter anderem auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie und Neurochirurgie nimmt sie besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. Das Leberzentrum ist die einzige Einrichtung für Lebertransplantation in Hessen. Ein Alleinstellungsmerkmal gemäß Versorgungsauftrag nach dem Hessischen Krankenhausgesetz besteht für die Region Frankfurt-Offenbach neben der Herzchirurgie auch für die Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Dermatologie und die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Mehr als 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten.

Herausgeber: Der Vorstand der Universitätsmedizin Frankfurt. Redaktion: Christoph Lunkenheimer, Pressesprecher, Stabsstelle Kommunikation, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2, E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de
                                                                                                                           

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