Aus den “MSNZ Kolloquien” werden die “YoungOnc Meetings”. Damit geht auch die Organisation der regelmäßigen Treffen an die Geförderten selbst über. Das erste Meeting organisierte Prof. Dr. Katharina Imkeller, die als Nachwuchsgruppenleiterin dem MSNZ angehört. Während das Vortragsformat mit regelmäßigen Progress Reports der MSNZ Fellows und MSNZ-assoziierten Fellows fortgeführt werden soll, sollen zukünftig alle interessierten Nachwuchsforschenden aus Frankfurt und Marburg teilnehmen und ihr Netzwerk erweitern können.
Den Auftakt für das neue Format machte Dr. med. Tobias Bexte, Transfusionsmediziner am DRK-Blutspendedienst mit Forschungsgruppe in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Sein Vortrag befasste sich mit „Precise gene editing of natural killers for immunotherapies“ und diskutierte die Anwendung von CAR-NK-Zellen im Kontext des Multiplen Myeloms. Bei seinem kürzlichen Forschungsaufenthalt an der Charité konnte er das Projekt weiter vorantreiben und die neuen Erkenntnisse nun in seine Arbeit in Frankfurt implementieren. Clinician Scientist Dr. med. Theresa Weber war aus Marburg angereist, um den standortübergreifenden Austausch zu festigen, und berichtete von ihrem steinigen Weg zum Aufbau einer CAR-T Biobank. Diese soll es allen Forschenden ermöglichen, Zugang zu CAR-T-Zellen für Forschungszwecke zu erhalten. Vor der Pause gab auch Dr. Julian Lohmeyer aus der Medizinischen Klinik 2 noch einen Progress Report zu seiner Arbeit „Reprogramming the Tumor Microenvironment: In Situ mRNA Immunotherapies for Cancer – opportunities and challenges“, bei der er den Einfluss von mRNA-induzierter Immunantwort auf die Krebstherapie untersucht.
Nach der Pause stellten sich zwei neue Geförderte der MSNZ Community vor: Dr. Mirja Brüggemann aus der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie verbringt aktuell ein Forschungsjahr im Georg-Speyer-Haus, bei dem sie gemeinsam mit Dr. Henner Farin an Vorhersagemöglichkeiten für Chemotherapie-Sensitivität bei Rezidiven des kolorektalen Karzinoms im Organoid-Modell arbeitet. Den Abschluss bildete Dr. Melissa Bernhardt, die als Medical Scientist nun die Forschung in der Dermatoonkologie vorantreibt und den Anwesenden das Konzept von „cryptic MHC-I neoantigens“ für Immuntherapien näherbrachte. Besonders positiv war die rege Beteiligung von PhD- und MD-Studenten aus den MSNZ Arbeitsgruppen, die das YoungOnc Meeting mit angeregten Diskussionen bereicherten.
Das nächste YoungOnc Meeting findet im Mai 2026 statt. Weitere Infos und die Anmeldung finden Sie zeitnah unter: Young Onc Events



