Krebsbetroffene können auch im Jahr 2026 eine kostenlose, niederschwellige psychoonkologische und soziale Beratung in der Ambulanten Krebsberatungsstelle des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) an der Universitätsmedizin Frankfurt in Anspruch nehmen. Möglich ist dies dank einer erneuten Förderung durch den GKV-Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und den PKV-Verband der privaten Krankenversicherungsunternehmen bis zum Jahr 2028.
„Das psychoonkologische und soziale Beratungsangebot der UCT Krebsberatungsstelle an der Universitätsmedizin Frankfurt steht allen Menschen offen, die direkt als Patient oder Patientin oder indirekt als Angehörige von einer Krebserkrankung betroffen sind – unabhängig davon, ob sie im UCT an der Universitätsmedizin Frankfurt in Behandlung sind oder in einem anderen Krankenhaus oder einer Praxis“, erklärt PD Dr. Christina Sauer, Leiterin der UCT Krebsberatungsstelle. Neben der Beratung zum Umgang mit der Krebsdiagnose und den damit verbundenen psychischen Belastungen und persönlichen Veränderungen finden Ratsuchende hier individuelle Hilfe bei der Antragsstellung für Rehabilitationsmaßnahmen, den Schwerbehindertenausweis oder für Unterstützung im häuslichen Bereich. „Dank der GKV-Förderung, Drittmitteln und privaten Spendern können wir diese wichtige Hilfestellung Krebspatientinnen und -patienten sowie ihren Angehörigen auch weiterhin kostenfrei anbieten“, so die Psychologin weiter.
Dank der weiteren Förderung konnte die UCT Krebsberatungsstelle ihr Beratungsangebot erweitern. So entstanden unter anderem mehrere neue Gruppenangebote, die von Psychoonkologinnen geleitet werden und sich an krebserkrankte Menschen sowie deren Angehörige richten. Die Gruppenangebote finden mehrmals pro Jahr statt. Sie bieten einen geschützten Rahmen, um persönliche Erfahrungen zu teilen, neue Sichtweisen kennenzulernen und gemeinsam hilfreiche Strategien im Umgang mit der Erkrankung und den damit verbundenen Gedanken und Gefühlen zu entwickeln.
Angebote der Krebsberatungsstelle im Überblick:
Familiensprechstunde: Unterstützung und Vernetzung für krebskranke Eltern
Die Familiensprechstunde der UCT Krebsberatungsstelle startet personell aufgestockt ins Jahr 2026. Das Beratungsangebot richtet sich an von einer Krebserkrankung betroffene Eltern mit minderjährigen Kindern. Zwei Psychoonkologinnen unterstützen Familien dabei, die herausfordernde Zeit der Krebsdiagnose, -behandlung und -nachsorge durch eine offene und altersgerechte Kommunikation und Bedürfnisorientierung gemeinsam zu bewältigen. Eltern oder andere Bezugspersonen (z. B. Großeltern) können im Einzel- oder Paarsetting beraten werden; Gespräche mit den Kindern finden allein, zusammen mit Geschwistern oder auch als Familiengespräch statt – ganz wie es die Bedürfnisse der Familie in dem Moment erfordern.
Ergänzend bietet das neue psychoonkologische Gruppenangebot „ElternMUT“ die Chance, Informationen zum Umgang mit der Erkrankung innerhalb der Familie zu erhalten und sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen. An drei Terminen geht es neben kindgerechter Kommunikation vor allem um die Vernetzung untereinander. Die nächste „ElternMUT“-Gruppe startet am 10. Februar 2026.
Ambulantes Angebot für junge Krebsbetroffene
Auch für krebskranke Kinder, junge Krebsbetroffene und deren Angehörige gibt es ein spezifisches Beratungsangebot. Ergänzt wird es durch eine spezielle Geschwistersprechstunde sowie Elterngespräche, da die Familien und Geschwister von jungen Krebspatientinnen und -patienten ebenfalls häufig stark belastet sind. Dieses Angebot richtet sich auch an junge Erwachsene in der (Langzeit-)Nachsorge – unabhängig davon, wie lange die Krebserkrankung zurückliegt. Dank moderner Therapien hat sich das Langzeitüberleben junger Menschen nach einer Krebserkrankung deutlich erhöht. Doch viele Langzeitüberlebende tragen ein erhöhtes Risiko für körperliche, psychische und soziale Spätfolgen, mit denen Betroffene umgehen müssen.
Kraft finden, Halt geben: neue Angehörigengruppe
2026 neu hinzugekommen ist ein Gruppenangebot für Angehörige von Krebserkrankten. Angehörige fühlen sich oft ebenfalls von den Auswirkungen der Erkrankung belastet und überfordert, aber halten ihre Sorgen zugunsten des erkrankten Menschen zurück. Partner und Partnerinnen, Familienmitglieder, Freunde oder andere enge Bezugspersonen von Krebspatientinnen und -patienten können sich an sechs Terminen über drei Monate hinweg in einem geschützten Raum unter psychologischer Anleitung mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen, und erfahren mehr zur Stärkung von persönlichen Ressourcen, Stressbewältigung, Kommunikation sowie den Umgang mit inneren Konflikten und veränderten sozialen Rollen. Der Start der neuen Gruppe für Angehörige ist für den 13. März 2026 geplant.
ACT – Was ist im Hier und Jetzt wichtig?
Das psychoonkologische Gruppenangebot auf Basis der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) richtet sich an Krebspatientinnen und -patienten während oder nach der Therapie. An acht aufeinander folgenden Terminen geht es um den Umgang mit belastenden Gefühlen und Gedanken, die Klärung von eigenen Werten und Zielen und eine Einführung in die Praxis der Achtsamkeit. Die nächste ACT-Gruppe beginnt am 26. März 2026.
Anmeldung und Terminvereinbarung für Gruppenangebote
Bei allen Gruppenangeboten gibt es noch freie Plätze. Interessierte können sich für ein Vorgespräch an die Krebsberatungsstelle des UCT wenden: Montag bis Freitag von 09:00 – 16:00 Uhr, Tel.: +49 69 63 01-86 895, E-Mail: krebsberatung@unimedizin-ffm.de.
Die UCT Krebsberatungsstelle arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Sie wird seit 2023 gemäß §65e SGB V durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) anteilig gefördert. Darüber hinaus ermöglichen Spenden die vielfältigen kostenlosen Angebote der UCT Krebsberatungsstelle.
Spendenkonto: Universitätsklinikum Frankfurt, DE32 5005 0201 0000 3799 99, Verwendungszweck: 85300761 Krebsberatungsstelle. Kontakt: spende-uct@unimedizin-ffm.de, Tel. +49 69 63 01 - 87 335.
PD Dr. phil. Christina Sauer ist Psychologin, Psychoonkologin und Psychologische Psychotherapeutin und leitet den Psychoonkologischen Dienst und die UCT Krebsberatungsstelle an der Universitätsmedizin Frankfurt. Sie verbindet klinische Praxis und Forschung an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Krebsmedizin. Als Wissenschaftlerin arbeitet und forscht sie unter anderem zu den Themen Paardynamik, Akzeptanz- und Commitment-Therapie sowie digitale Interventionen in der Psychoonkologie. Als Leiterin mehrerer Studien untersucht sie, wie psychoonkologische Angebote die Versorgung von Krebsbetroffenen verbessern können und welche Faktoren die psychische Gesundheit und Lebensqualität von Betroffenen beeinflussen.
Für weitere Informationen:
PD Dr. Christina Sauer
Leitung Psychoonkologischer Dienst und Krebsberatungsstelle
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 83 787
E-Mail: christina.sauer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.uct-frankfurt.de/krebsberatungsstelle
Felicitas Cremer
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 87 33 5
E-Mail: felicitas.cremer@unimedizin-ffm.de
Internet: www.uct-frankfurt.de
Über das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT)
Das UCT Frankfurt ist eine gemeinsame Institution der Universitätsmedizin Frankfurt und des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität sowie des Krankenhauses Nordwest. Es vernetzt die verschiedenen Fachdisziplinen in der onkologischen Diagnostik, Behandlung, Forschung und Ausbildung miteinander. Das UCT arbeitet auf Grundlage evidenzbasierter Leitlinien, fördert die Grundlagenforschung sowie die anwendungsbezogene Forschung, um Innovationen rasch in klinischen Studien zu evaluieren. Dabei kooperiert das UCT eng mit umliegenden Krankenhäusern und Praxen im Großraum Frankfurt / Rhein-Main, um die bestmögliche heimatnahe Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Das UCT Frankfurt ist zusammen mit dem Krebszentrum des Universitätsklinikums Marburg als UCT Frankfurt-Marburg eines von 14 durch die Deutsche Krebshilfe ausgezeichneten „Onkologischen Spitzenzentren“. Weitere Informationen über das UCT Frankfurt finden Sie unter www.uct-frankfurt.de.
Über die Universitätsmedizin Frankfurt
Die Universitätsmedizin Frankfurt, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden hochschulmedizinischen Einrichtungen Deutschlands. Sie bietet ihren Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 33 Kliniken und klinischen Instituten. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Universitätsmedizin und Fachbereich Medizin betreiben mehr als 20 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die diagnostische und therapeutische Praxis. Rund 1.300 stationäre und tagesklinische Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Kliniken und Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden circa 46.000 stationäre und mehr als 480.000 ambulante Patientinnen und Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt die Universitätsmedizin unter anderem auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie und Neurochirurgie nimmt sie besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. Das Leberzentrum ist die einzige Einrichtung für Lebertransplantation in Hessen. Ein Alleinstellungsmerkmal gemäß Versorgungsauftrag nach dem Hessischen Krankenhausgesetz besteht für die Region Frankfurt-Offenbach neben der Herzchirurgie auch für die Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Dermatologie und die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Mehr als 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten.
Herausgeber: Der Vorstand der Universitätsmedizin Frankfurt. Redaktion: Christoph Lunkenheimer, Pressesprecher, Stabsstelle Kommunikation, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 63 01 – 86 44 2, E-Mail: christoph.lunkenheimer@unimedizin-ffm.de



