Moritz Armbrust

Clinician Scientist
Dr. med. Moritz Armbrust

Neurologisches Institut (Edinger Institut)

Forschungsfokus: Digitale Pathologie, Biomarker

Kontakt: armbrust@med.uni-frankfurt.de

Mitglied der AG Weber

Die postoperative Therapieplanung für Patientinnen und Patienten mit Meningeomen basiert hauptsächlich auf dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen, dreistufigen histomorphologischen Graduierungssystem für Tumorbiopsien, welches einer hohen Interobserver-Variabilität sowie einer eingeschränkten Reproduzierbarkeit unterliegt. Neben histologischen Malignitätsmerkmalen sind epigenetische und genetische Tumordaten (DNA-Methylierungsprofile, chromosomale Aberrationen, homozygote CDKN2A/B-Deletion, TERT-Promotormutation) prognostisch relevant, welche in jüngerer Vergangenheit in molekular-morphologische Rezidivrisikomodelle zur optimierten Patientenstratifizierung integriert wurden. Trotz dieser Fortschritte stellen insbesondere Meningeome in der Klassifizierung an der histomorphologischen und klinischen Schnittstelle zwischen zwei WHO-Graden und für nachfolgende Therapieentscheidungen weiterhin eine große Herausforderung dar.

Die Zielsetzung von Dr. Moritz Armbrusts Forschungsprojekt besteht in der Identifizierung innovativer, pixel- und methylombasierter Biomarker an Tumorresektaten und der Integration digitaler, histomorphologischer Signaturen mit epigenetischen und genetischen Tumorprofilen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Tumoren in der Grenzzone zwischen den histologischen WHO-Graden. Durch die Entwicklung eines standardisierten, digitalen Graduierungsverfahrens und dessen Translation in die postoperative Patientenstratifizierung soll zukünftig eine präzisere, individualisierte Therapieplanung ermöglicht werden.