Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) Frankfurt

Weiterbildungsprogramm

Im MSNZ wird das gesamte prä- und postgraduale wissenschaftliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm in der Onkologie für CS und MS federführend koordiniert. Zusätzlich zur Bearbeitung des eigenen Forschungsprojekts werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wesentlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse in der molekularen und klinischen Krebsforschung sowie wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt, die ein erfolgreiches und selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten ermöglichen. Um Doppelangebote zu vermeiden, wird das MSNZ eng mit den existierenden Programmen am Standort zusammenarbeiten (UCT School of Oncology, Graduiertenakademie GRADE, Verbundforschungsprojekte). Die Ausbildungsveranstaltungen richten sich explizit an CS und MS und verknüpfen gezielt sowohl grundlagenorientierte als auch klinische Aspekte, um frühzeitig die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Beispielhaft genannt werden sollen hier die Grand Rounds, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die molekularen und zellulären Grundlagen darlegen und Ärzten und Ärztinnen die klinischen Aspekte erläutern.

Das wissenschaftliche Qualifizierungsprogramm ist zweistufig und besteht in den einzelnen Karrierephasen aus einer obligatorischen Basisqualifikation für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des MSNZ und optional aus einer erweiterten Qualifikation (Spezialisierung). Die Basisqualifikation wiederum gliedert sich in wenige Pflichtmodule und ein Portfolio an Wahlmodulen, so dass eine Verschulung vermieden und eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglicht wird. Die Wahlmodule adressieren zukunftsträchtige Querschnittsthemen, die außerdem für den Standort Frankfurt strategisch relevant sind wie digitale Onkologie, klinische Studien, molekulare Diagnostik und Wirkstoffentwicklung.

Mentoring und Coaching

Das Mentoring ist jeweils spezifisch auf die besonderen Herausforderungen und Rahmenbedingungen der jeweiligen Karrierephase zugeschnitten und wird über die gesamte Qualifikationsdauer begleitend durchgeführt, um insbesondere auch in den kritischen Übergangsphasen zur jeweils nächsten Karrierestufe eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten. Die Ziele des Mentoring-Programms sind es, die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler bei der Planung ihrer eigenen wissenschaftlichen Karriere zu beraten und Hilfestellung bei der persönlichen beruflichen Entwicklung zu geben und Netzwerke und Vorbilder anzubieten. 

Das individuelle One-on-One Mentoring wird durch standortweite Mentoring-Angebote für spezielle Karriereabschnitte ergänzt. Um eine reibungslose Verknüpfung der Forschungstätigkeit mit der Facharztweiterbildung zu erzielen und um die Herausforderungen einer parallelen Qualifizierung in der Wissenschaft und klinischen Medizin zu meistern, wird CS ein/e klinische/r und wissenschaftliche/r Mentor/in empfohlen. 

In den späteren Karrierephasen und insbesondere für die Zielpositionen wird das Mentoring-Programm durch ein individuelles professionelles Coaching ergänzt, um die Personen in ihrer Führungsrolle zu begleiten. Spezielle Elemente für die Karriereentwicklung von Frauen runden das Mentoring- bzw. Coaching-Programm ab.

Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Es ist dem MSNZ ein besonderes Anliegen, einen zielgerichteten und effektiven Beitrag zur Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu leisten. Die MSNZ-Förderung umfasst zusätzliche KITA-Plätze am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Randzeiten- und Ferienbetreuung für MSNZ-gefördertes Personal. 

Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde außerdem 2017 ein Förderverein am Universitätsklinikum Frankfurt gegründet, und im Zuge der derzeit laufenden Erweiterung der Betreuungsplätze werden auch zusätzliche Kontingente für CS/MS des MSNZ etabliert. 

Als weitere Maßnahmen dienen flexible individuelle Arbeitszeiten und Arbeitsortmodelle wie Home-Office, Finanzierung von technischem Personal, das CS/MS mit besonderen familiären Verpflichtungen in ihrer Labortätigkeit unterstützt; und Mitteln zur Wiedereingliederung nach Eltern-/Erziehungszeit. Das Mentoring- bzw. Coaching-Programm (siehe oben) beinhaltet spezielle Elemente für die Karriereentwicklung von Frauen, und weibliche Nachwuchskräfte können sich durch die Einbindung forschender Ärztinnen bzw. Wissenschaftlerinnen in führende Positionen des MSNZ an konkreten Rollenmodellen orientieren. 

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen des MSNZ stehen alle universitätsweiten Angebote des Gleichstellungsbüros und des Familien-Service offen.

Das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Frankfurt wird von der Deutschen Krebshilfe e.V. gefördert.