Bes­se­re Be­hand­lungs­qua­li­tät für Krebs­pa­ti­en­ten in Hes­sen

Gu­te Nach­rich­ten für Krebs­pa­ti­en­ten in Frank­furt und Of­fen­bach: Das Hes­si­sche On­ko­lo­gie­kon­zept geht an den Start. Ko­or­di­niert durch das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum und das Kran­ken­haus Nord­west bil­den 18 ko­ope­rie­ren­de Kran­ken­häu­ser ei­nen neu­en Ver­bund mit dem Ziel ei­ner bes­ser ab­ge­stimm­ten me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung al­ler Tu­mor­pa­ti­en­ten. Dies schafft bes­te Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Qua­li­täts­of­fen­si­ve in Frank­furt, Of­fen­bach, dem Main-​Tau­nus-​Kreis und Main-​Kin­zig-​Kreis so­wie in Rüs­sels­heim.

Mit dem vom Hes­si­schen Mi­nis­te­ri­um für So­zia­les und In­te­gra­ti­on er­stell­ten Hes­si­schen On­ko­lo­gie­kon­zept soll in fest­ge­leg­ten Ver­sor­gungs­ge­bie­ten und de­fi­nier­ten on­ko­lo­gi­schen Kom­pe­tenz­zen­tren die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung stra­te­gisch ge­bün­delt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Durch die ver­bind­lich ge­re­gel­te Zu­sam­men­ar­beit klei­ne­rer und grö­ße­rer Kran­ken­häu­ser soll die wohn­ort­na­he und qua­li­täts­ge­si­cher­te Ver­sor­gung ge­stärkt wer­den. Hes­sen wird in sechs Ver­sor­gungs­ge­bie­te auf­ge­teilt, wo­bei Frank­furt-​Of­fen­bach mit rund zwei Mil­lio­nen Ein­woh­nern das be­völ­ke­rungs­reichs­te Ver­sor­gungs­ge­biet dar­stellt.

Für das Ver­sor­gungs­ge­biet Frank­furt-​Of­fen­bach hat das Hes­si­sche Mi­nis­te­ri­um für So­zia­les und In­te­gra­ti­on das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt und das Kran­ken­haus Nord­west mit der Ko­or­di­nie­rungs­auf­ga­be be­traut. Die bei­den Häu­ser wer­den ge­mein­sam un­ter dem Dach des Uni­ver­si­tä­ren Cen­trums für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt die Ko­or­di­na­ti­on wahr­neh­men. Zu­sam­men mit fol­gen­den 18 ko­ope­rie­ren­den Kran­ken­häu­sern wur­den Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen ge­schlos­sen (in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge):

  • Agap­le­si­on (Be­tha­ni­en und Mar­kus­Kran­ken­haus)
  • As­kle­pi­os Kli­ni­ken Lan­gen GmbH
  • As­kle­pi­os Kli­ni­ken Se­li­gen­stadt GmbH
  • Be­rufs­ge­nos­sen­schaft­li­che Un­fall­kli­nik Frank­furt am Main
  • Frank­fur­ter Rot­kreuz-​Kran­ken­häu­ser e.V. (Kli­nik Ma­in­gau und Kli­nik Ro­tes Kreuz)
  • GPR Ge­sund­heits-​ und Pfle­ge­zen­trum Rüs­sels­heim gGmbH
  • Hos­pi­tal zum Hei­li­gen Geist
  • Ka­tha­ri­na Kas­per gGmbH Frank­furt/Main
    <br\>(St. Eli­sa­be­then-​Kran­ken­haus und St. Ma­ri­en­kran­ken­haus)</br\>
  • Ket­te­ler Kran­ken­haus gGmbH Of­fen­bach
  • Kli­ni­ken des Main-​Tau­nus-​Krei­ses GmbH
  • Kli­ni­kum Frank­furt Höchst GmbH
  • Kli­ni­kum Ha­nau GmbH
  • Kran­ken­haus Sach­sen­hau­sen
  • Main-​Kin­zig-​Kli­ni­ken gGmbH
  • Sa­na Kli­ni­kum Of­fen­bach GmbH
  • St. Jo­sef Kran­ken­haus Kö­nig­stein im Tau­nus
  • St. Vin­zenz-​Kran­ken­haus Ha­nau gGmbH
  • Ver­ein Frank­fur­ter Stif­tungs­kran­ken­häu­ser e.V.
    <br\>(Bür­ger­hos­pi­tal Frank­furt am Main und Cle­men­ti­ne Kin­der­hos­pi­tal)</br\>

„Mit der Um­set­zung des Hes­si­schen On­ko­lo­gie­kon­zep­tes ist es uns erst­ma­lig hier in der Re­gi­on ge­lun­gen, dass 20 Kran­ken­häu­ser un­ter­schied­li­cher Trä­ger­schaft ge­mein­sam an der op­ti­ma­len Ver­sor­gung von Pa­ti­en­ten ar­bei­ten – in­ter­dis­zi­pli­när, über­grei­fend und in­te­gra­tiv“, so Jür­gen Sprekel­mey­er, Ge­schäfts­füh­rer des Kran­ken­hau­ses Nord­west. Über­ge­ord­ne­tes Ziel des Ver­bun­des ist es, in al­len teil­neh­men­den Häu­sern glei­cher­ma­ßen die Vor­aus­set­zun­gen zur qua­li­täts­ge­si­cher­ten Ver­sor­gung al­ler schwe­ren on­ko­lo­gi­schen Fäl­le zu schaf­fen. Dies er­for­dert ei­ne fach­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt und dem Kran­ken­haus Nord­west als ko­or­di­nie­ren­de Kran­ken­häu­ser, den ko­ope­rie­ren­den Häu­sern und den be­tei­lig­ten nie­der­ge­las­se­nen Ver­trags­ärz­ten mit ent­spre­chen­der Schwer­punkt­be­zeich­nung für On­ko­lo­gie. „Ei­ne Krebs­er­kran­kung ist kom­plex, um­so wich­ti­ger ist es die best­mög­li­che The­ra­pie für den in­di­vi­du­el­len Pa­ti­en­ten zu fin­den. Dies ist ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung und be­darf der Schaf­fung von neu­en Struk­tu­ren der Zu­sam­men­ar­beit. Das Hes­si­sche On­ko­lo­gie­kon­zept ist hier­zu ein gu­ter Weg“, er­klärt Prof. Hu­bert Ser­ve vom Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt.

Im Ver­bund sol­len sämt­li­che Struk­tu­ren ge­stärkt wer­den, die zur ver­bes­ser­ten Ver­sor­gung von Krebs­pa­ti­en­ten er­for­der­lich sind: Hier­zu ge­hört die Eta­blie­rung von in­ter­dis­zi­pli­nä­ren on­ko­lo­gi­schen Schwer­punk­ten zur ge­mein­sa­men The­ra­pie­ab­stim­mung, die Ver­ab­schie­dung von ein­heit­li­chen Be­hand­lungs­stan­dards nach neu­es­ten wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen zur Ge­währ­leis­tung ei­ner
qua­li­täts­ge­si­cher­ten Be­hand­lung und die Ein­rich­tung ei­nes Zweit­mei­nungs­ver­fah­rens. Ne­ben der Ein­rich­tung ei­ner Tu­mor­sprech­stun­de und der Wahr­neh­mung des on­ko­lo­gi­schen Kon­sili­ar­diens­tes ge­hört die ver­bes­ser­te psy­cho­so­zia­le Be­treu­ung von Krebs­pa­ti­en­ten so­wie auch die pal­lia­ti­ve The­ra­pie in an­de­ren Ein­rich­tun­gen zu den wei­te­ren Auf­ga­ben. Fer­ner sieht die Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung ei­ne Ver­ein­heit­li­chung von Tu­mordo­ku­men­ta­ti­on und Qua­li­täts­ma­nage­ment­sys­te­men vor. „Ei­ne
qua­li­täts­ge­si­cher­te The­ra­pie er­for­dert ei­ne ko­or­di­nier­te fach­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit al­ler Ex­per­ten – vom Chir­ur­gen oder Strah­len­the­ra­peu­ten bis hin zum In­ter­nis­ten“, stellt Prof. El­ke Jä­ger vom Kran­ken­haus Nord­west fest.

Dar­über hin­aus wird der Ver­bund Ko­ope­ra­tio­nen mit an­de­ren Zen­tren in und au­ßer­halb Hes­sens, ins­be­son­de­re mit den Stu­di­en­zen­tra­len und Re­fe­renz­la­bo­ren der The­ra­pie­op­ti­mie­rungs­stu­di­en an­stre­ben. Zu­sätz­lich sol­len über­grei­fen­de Ko­ope­ra­tio­nen und die Kon­takt­pfle­ge mit an­de­ren Leis­tungs­er­brin­gern, mit Pa­ti­en­ten­ver­tre­tern, Kos­ten­trä­gern und der Po­li­tik ge­för­dert wer­den. Fi­nan­ziert wird der Ver­bund von den Kran­ken­kas­sen. „Mit dem UCT ver­fügt das Ver­sor­gungs­ge­biet Frank­furt-​Of­fen­bach be­reits über ein hoch­qua­li­fi­zier­tes und bei­spiel­ge­ben­des on­ko­lo­gi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum, das al­le Vor­aus­set­zun­gen er­füllt, um zu ei­ner qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Ver­sor­gung von Krebs­pa­ti­en­ten in die­ser Re­gi­on er­folg­reich bei­zu­tra­gen“, er­läu­tert Prof. Jür­gen Schöl­me­rich, Vor­stands­vor­sit­zen­der und Ärzt­li­cher Di­rek­tor des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums.

Zur Er­fül­lung die­ser Auf­ga­ben soll am UCT ei­ne ärzt­lich ge­lei­te­te Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le ein­ge­rich­tet wer­den. Die­se wird die in­ter­dis­zi­pli­nä­re Zu­sam­men­ar­beit in­ner­halb des Zen­trums un­ter­stüt­zen und ei­ne dar­über hin­aus ge­hen­de re­gio­na­le und über­re­gio­na­le Be­tei­li­gung von nie­der­ge­las­se­nen Kli­ni­ken, Ärz­ten und an­de­ren Be­tei­lig­ten un­ter­stüt­zen.

Für den hes­si­schen Ge­sund­heits­mi­nis­ter Ste­fan Grütt­ner ist der Start des On­ko­lo­gie­kon­zepts ein we­sent­li­cher Schritt zur wei­te­ren Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gung krebs­kran­ker Men­schen. „Ich freue mich, dass es uns im Rhein-​Main-​Ge­biet ge­lun­gen ist, zu solch ei­ner um­fas­sen­den Ko­ope­ra­ti­on der Kli­ni­ken zu kom­men. Das Kon­zept soll in die­sem Jahr in al­len sechs hes­si­schen Ver­sor­gungs­ge­bie­ten an den Start ge­hen. In ei­nem nächs­ten Schritt muss dann die sek­to­ren­über­grei­fen­de Ko­ope­ra­ti­on mit den nie­der­ge­las­se­nen Spe­zi­al­pra­xen ver­tieft wer­den, um ei­ne ab­ge­stimm­te Be­hand­lung „aus ei­nem Guss“ zu ge­währ­leis­ten“, so Grütt­ner.

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:
PD Dr. Chris­ti­an Brandts
Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
Fon (0 69) 63 01 – 87 335
Fax (0 69) 63 01 – 39 68
E-​Mail sandra.ohm@kgu.de
Ri­car­da Wes­sin­g­ha­ge
Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-​Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
In­ter­net www.kgu.de

Dr. Pe­tra Maksan
Ge­schäfts­füh­rung UCT am Kran­ken­haus Nord­west
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt
Kran­ken­haus Nord­west
Fon (0 69) 76 01 – 45 38
E-​Mail maksan.petra@sthhg.de
In­ter­net www.kran­ken­haus-​nord­west.de

Bri­git­te Seif­ried
Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Kran­ken­haus Nord­west
Fon (0 69) 76 01 – 32 04
Fax (0 69) 76 01 – 36 80
E-​Mail brigitte.seifried@sthhg.de
In­ter­net www.kran­ken­haus-​nord­west.de

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Sandra Ohm
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