Carls Stiftung ermöglicht psychoonkologische Betreuung für Lungenkrebs- und Strahlentherapiepatienten

Orientierung und Lebensqualität zurückgewinnen trotz fortgeschrittener Erkrankung

Mit einer großzügigen Spende finanziert die Carls Stiftung für ein Jahr die psychoonkologische Betreuung im Schwerpunkt Thoraxonkologie. Am 14. Januar 2020 wurde ein symbolischer Scheck über insgesamt 108.000 Euro von Ulrike Soeffing, der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, an Dr. Bianca Senf, Leiterin der Psychoonkologie des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) am Universitätsklinikum Frankfurt, überreicht.
 
Beratung von Krebspatienten finanziert
Die Leiterin der Psychoonkologie freute sich sichtlich über die sehr engagierte und bereitwillige Unterstützung der in Königstein ansässigen Stiftung. „Die Psychoonkologie im Krankenhaus, wie auch andere unterstützende Angebote in der Krebsmedizin, ist von der Förderung durch Spender und Stiftungen abhängig. Denn sie wird durch die Sozialleistungsträger nicht in vollem Umfang gegenfinanziert“, erläutert Dr. Senf. „Mit der Spende können nun mehrere Personalstellen in der Psychoonkologie mit Fokus auf die Thoraxonkologie und Strahlentherapie finanziert werden. So können wir weiterhin sowohl den Betroffenen als auch ihren Angehörigen zu jeder Zeit kostenlose Beratungsgespräche anbieten“, sagt sie.
 
Hilfe bei besonders belastendem Lungenkrebs
Rund 57.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Lungenkrebs. Für sie ist diese aggressive Krankheit sehr belastend, da sie oft rasch fortschreitet und mit stark einschränkenden Nebenwirkungen wie Atemnot einhergeht. Diese führt dazu, dass die Betroffenen häufig Angst vor dem Ersticken haben. Darüber hinaus behindert die Luftnot längere Gespräche, weshalb die Psychoonkologen diese Patienten zwar kürzer, aber dafür häufiger aufsuchen. Auch die Bestrahlung, die Patienten mit Bronchialkarzinom oder mit Lungenmetastasen einer anderen Tumorerkrankung oftmals erhalten, kann zu unerwünschten Hautnebenwirkungen führen. Diese können wiederum den Alltag deutlich beeinträchtigen. Die Psychoonkologinnen am Universitätsklinikum Frankfurt begleiten Menschen von der Diagnose an und unterstützen sie dabei, ihre Situation zu verarbeiten. Patienten erhalten Hilfestellung zur Krankheitsbewältigung, zu den daraus entstehenden Problematiken im Alltag und zum Umgang mit Angst oder Stress. Dabei wird immer die persönliche Lebenssituation mit einbezogen: „Patientinnen, Angehörige und das ganze Familiensystem profitieren von der ganzheitlichen psychoonkologischen Unterstützung und gewinnen damit Lebensqualität zurück“, sagt Dr. Senf.
 
Langjähriges Engagement
„Wir freuen uns sehr, auf diesem Weg vielen Patienten und Patientinnen sowie deren Familien zu helfen. Sie sollen trotz ihrer Krankheit Lebensfreude und Orientierung wiederfinden. Daher unterstützen wir die Psychoonkologie und das Universitätsklinikum wiederholt bei der Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe“, so Ulrike Soeffing. Dem Universitätsklinikum ist die Carls Stiftung seit vielen Jahren verbunden, die sich für Vorhaben in den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Bildung und Wissenschaft engagiert. Seit 1999 hat sie verschiedene Projekte in der Krebsforschung und Patientenversorgung mit über 850.000 Euro gefördert. Hierzu zählen die Anschaffung eines Vakuumbiopsiegerätes, eines Systems zur intraoperativen Strahlentherapie und ein Sporttherapieprojekt in der Palliativmedizin. Die Psychoonkologie am Universitätsklinikum wurde in dieser Zeit mit insgesamt 315.000 Euro großzügig bedacht.

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