Das Uni­ver­si­tä­re Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen er­füllt höchs­te Qua­li­täts­stan­dards

Als „On­ko­lo­gi­sches Zen­trum“ wur­de das UCT am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt von der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft zer­ti­fi­ziert. Zeit­gleich er­folg­te die Zer­ti­fi­zie­rung des „Kopf-​Hals-​Tu­mor­zen­trums“. Da­mit stellt das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum das um­fas­sends­te zer­ti­fi­zier­te An­ge­bot zur Krebs­ver­sor­gung in Hes­sen und im Rhein-​Main-​Ge­biet be­reit.

Um Krebs­pa­ti­en­ten best­mög­lich zu be­han­deln, sind ei­ne ho­he me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­qua­li­tät und ef­fi­zi­en­te Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren er­for­der­lich. Seit über fünf Jah­ren wid­met sich das UCT Frank­furt die­sen Auf­ga­ben. Seit vie­len Jah­ren be­ste­hen auch zahl­rei­che zer­ti­fi­zier­te Or­gankrebs­zen­tren am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum für Brust-​ und gy­nä­ko­lo­gi­schen Krebs, Darm-​ und Pan­kre­as­krebs, Haut-​, Pro­sta­ta-​ und Lun­gen­krebs. Mit der jet­zi­gen Zer­ti­fi­zie­rung als „On­ko­lo­gi­sches Zen­trum“ wur­de die Qua­li­tät der ganz­heit­li­chen Ver­sor­gung von Krebs­pa­ti­en­ten in al­len Pha­sen ih­rer Er­kran­kung bei den häu­figs­ten Tu­mor­ar­ten sys­te­ma­tisch über­prüft. In ei­nem in­ten­si­ven zwei­tä­gi­gen Be­gut­ach­tungs­pro­zess vor Ort un­ter­zog sich das UCT frei­wil­lig der um­fas­sen­den Prü­fung durch ei­ne fünf­köp­fi­ge Ex­per­ten­kom­mis­si­on. Die Spe­zia­lis­ten des In­sti­tuts On­ko­Zert wur­den im Auf­trag der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft ent­sandt. Ihr Er­geb­nis ist sehr po­si­tiv: Die Kom­mis­si­on stell­te ab­schlie­ßend fest, dass das UCT die Vor­aus­set­zun­gen für ein On­ko­lo­gi­sches Zen­trum zu 100 Pro­zent er­füllt hat. Da­her er­folg­te die un­ein­ge­schränk­te Zer­ti­fi­kat­ver­ga­be.

Über­zeu­gen­des Kon­zept
Die Ver­net­zung der un­ter­schied­li­chen me­di­zi­ni­schen Fach­rich­tun­gen wur­de er­folg­reich um­ge­setzt und auf die in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se von Krebs­pa­ti­en­ten ab­ge­stimmt. „Je­der Pa­ti­ent muss die Si­cher­heit ha­ben, dass er oder sie bei uns in gu­ten Hän­den ist und dass wir uns nicht da­vor scheu­en, un­se­re ei­ge­ne Qua­li­tät selbst auf den Prüf­stand zu stel­len. Pa­ti­en­ten­si­cher­heit hat für uns obers­te Prio­ri­tät“, so Prof. Jür­gen Schöl­me­rich, Vor­stands­vor­sit­zen­der und Ärzt­li­cher Di­rek­tor des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Frank­furt. „Das hun­dert­pro­zen­ti­ge Er­geb­nis der ex­ter­nen Über­prü­fung freut uns na­tür­lich sehr und ver­deut­licht ein­mal mehr die ho­he Be­hand­lungs­qua­li­tät, die wir un­se­ren Pa­ti­en­ten un­ab­hän­gig von der Art ih­res Tu­mors bie­ten“ er­läu­tert Pri­vat­do­zent Dr. Chris­ti­an Brandts, Lei­ter des On­ko­lo­gi­schen Zen­trums.

Ers­tes Zer­ti­fi­kat in Hes­sen und Rhein-​Main
Zeit­gleich er­folg­te die Zer­ti­fi­zie­rung des „Kopf-​Hals-​Tu­mor­zen­trums“. Da­mit wird auch die Be­hand­lung von Pa­ti­en­ten mit Krebs­lei­den die­ser Kör­per­tei­le un­ter die stren­gen Richt­li­ni­en der on­ko­lo­gi­schen Zer­ti­fi­zie­run­gen ge­stellt. Durch die en­ge Zu­sam­men­ar­beit al­ler be­tei­lig­ten Fach­ab­tei­lun­gen, ins­be­son­de­re der Kli­ni­ken für Hals-​Na­sen-​Oh­ren­heil­kun­de und Mund-​, Kie­fer-​ und Plas­ti­sche Ge­sicht­s­chir­ur­gie im ge­mein­sa­men Zen­trum, ist die Ver­sor­gung der Pa­ti­en­ten un­ter ein­heit­li­chen Qua­li­täts­stan­dards in Dia­gnos­tik und The­ra­pie stets ge­währ­leis­tet. Mit et­wa 900 on­ko­lo­gi­schen Ein­grif­fen jähr­lich ist das Kopf-​Hals-​Tu­mor­zen­trum ei­ne der größ­ten on­ko­lo­gi­schen Ein­rich­tun­gen in Deutsch­land. Das Zen­trum deckt das ge­sam­te Spek­trum der on­ko­lo­gi­schen The­ra­pie von gut-​ und bös­ar­ti­gen Krebs­neu­bil­dun­gen ab. Zu die­sen zäh­len ins­be­son­de­re die Tu­mo­ren des Kehl­kop­fes und der Luft­röh­re, der Mund­höh­le und des Ra­chens, der Spei­chel­drü­sen, der Kie­fer­kno­chen, des Ge­sich­tes, der Lip­pen und des Hal­ses, der Na­se und der Na­sen­ne­ben­höh­len, der Schä­del-​ so­wie der Oto­ba­sis. „Be­son­ders freu­en wir uns über das gro­ße Lob des Fach­gut­ach­ters für un­ser Zen­trum, das die er­folg­rei­che in­ter­dis­zi­pli­nä­re Zu­sam­men­ar­beit be­stä­tigt“, er­gänzt Prof. Ti­mo Stö­ver, Di­rek­tor der Kli­nik für Hals-​Na­sen-​ und Oh­ren­heil­kun­de. „Die nun auch hoch­ka­rä­tig zer­ti­fi­zier­te Bün­de­lung un­ser Kom­pe­ten­zen ist ein kla­rer Ge­winn für un­se­re Pa­ti­en­ten“ er­gänzt Prof. Ro­bert Sa­der, Di­rek­tor der Kli­nik für Mund-​, Kie­fer-​ und Plas­ti­sche Ge­sicht­s­chir­ur­gie. Die er­folg­rei­che Zer­ti­fi­zie­rung ist ei­ne ein­deu­ti­ge An­er­ken­nung der ge­fes­tig­ten und in­sti­tu­tio­na­li­sier­ten Kom­pe­tenz des UCT auf dem Ge­biet der Krebs­me­di­zin. Im Ju­ni 2013 be­stä­tig­te die Deut­sche Krebs­hil­fe dem UCT sei­ne Ex­per­ti­se in der Krebs­ver­sor­gung und -​for­schung und hat es er­neut als „On­ko­lo­gi­sches Spit­zen­zen­trum“ aus­ge­zeich­net.

Wel­che Vor­tei­le bie­tet das UCT sei­nen Pa­ti­en­ten?
In 14 ver­schie­de­nen wö­chent­li­chen Tu­mor­kon­fe­ren­zen tref­fen sich Ex­per­ten al­ler Fach­rich­tun­gen am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum, um das Krank­heits­bild je­des Krebs­pa­ti­en­ten zu be­spre­chen und ge­mein­sam die op­ti­ma­le Be­hand­lung ab­zu­stim­men. 2013 wur­den so am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum über 6.000 Tu­mor­kon­fe­ren­z­emp­feh­lun­gen nach ein­heit­li­chen Qua­li­täts­stan­dards ab­ge­ge­ben. Al­len Krebs­pa­ti­en­ten und de­ren An­ge­hö­ri­gen bie­tet das UCT ei­ne psy­choon­ko­lo­gi­sche Un­ter­stüt­zung an. Für Pa­ti­en­ten mit ei­ner nicht heil­ba­ren Tu­mor­er­kran­kung steht, falls not­wen­dig, ei­ne um­fas­sen­de pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­sche Be­treu­ung be­reit. In Zu­sam­men­ar­beit mit ei­nem Dut­zend Selbst­hil­fe­grup­pen be­ste­hen zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, sich mit Be­trof­fe­nen aus­zu­tau­schen. Ne­ben spe­zi­ell auf die Be­dürf­nis­se von Tu­mor­pa­ti­en­ten aus­ge­rich­te­ten Ent­span­nungs-​ und Be­we­gungs­an­ge­bo­te, wie Sport und Qi­Gong, er­wei­tern Kunst-​ und Kos­me­tikse­mi­na­re das An­ge­bot. Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen hält das UCT In­for­ma­ti­ons­ord­ner und Bro­schü­ren be­reit. Ei­ne fort­lau­fen­de Vor­trags­rei­he zu ver­schie­de­nen Krebs­er­kran­kun­gen und de­ren Be­gleit­er­schei­nun­gen für Pa­ti­en­ten, An­ge­hö­ri­ge und In­ter­es­sier­te run­det das An­ge­bot ab. 

Um­fas­sen­de kli­ni­sche Stu­di­en ge­hö­ren zu den Kern­auf­ga­ben des UCT, um neu­es­te The­ra­pie­an­sät­ze früh den Pa­ti­en­ten ver­füg­bar zu ma­chen. Im Jahr 2013 lie­fen am UCT 285 on­ko­lo­gi­sche Stu­di­en, an de­nen fast 900 Pa­ti­en­ten teil­ge­nom­men ha­ben. Um die Ver­sor­gungs­qua­li­tät zu mes­sen, wur­de zu­dem ei­ne zen­tra­le Tu­mordo­ku­men­ta­ti­on eta­bliert, in der Da­ten zu Dia­gnos­tik, The­ra­pie und zum Ver­lauf der Krebs­er­kran­kun­gen er­fasst wer­den.

Zu On­ko­Zert
On­ko­Zert ist ein un­ab­hän­gi­ges In­sti­tut, das im Auf­trag der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft das Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem zur Über­prü­fung von Or­gankrebs­zen­tren und On­ko­lo­gi­schen Zen­tren ge­mäß den ent­spre­chen­den fach­li­chen An­for­de­run­gen be­treut.

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:
PD Dr. med. Chris­ti­an Brandts
Lei­ter des On­ko­lo­gi­schen Zen­trums
Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor des UCT
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
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Ri­car­da Wes­sin­g­ha­ge
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Felicitas Cremer
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