Die Deut­sche Krebs­hil­fe för­dert das Uni­ver­si­tä­re Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen Frank­furt mit 3 Mil­lio­nen Eu­ro.

eu­te wur­den in Ber­lin die ge­för­der­ten Zen­tren der zwei­ten Aus­schrei­bung "On­ko­lo­gi­sche Spit­zen­zen­tren" durch die Deut­sche Krebs­hil­fe be­kannt ge­ge­ben. Ei­ne in­ter­na­tio­na­le Gut­ach­ter­kom­mis­si­on wähl­te deutsch­land­weit aus 18 Be­wer­bern sechs Zen­tren zur För­de­rung aus. Mit da­bei ist das Uni­ver­si­tä­re Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen Frank­furt (UCT) des Kli­ni­kums der J.W. Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt.

Das UCT ist da­mit das ein­zi­ge ge­för­der­te Zen­trum im Rhein-Main-Ge­biet und ganz Hes­sen.
Die qua­li­täts­ge­si­cher­te, in­te­grier­te Ver­sor­gung von Krebs­pa­ti­en­ten und die Wei­ter­ent­wick­lung der trans­la­tio­na­len For­schung sind Schwer­punk­te des UCT. Mit Hil­fe der fi­nan­zi­el­len För­de­rung durch die Deut­sche Krebs­hil­fe kön­nen die in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Struk­tu­ren zur Ver­sor­gung von Tu­mor­pa­ti­en­ten im Rhein-Main-Ge­biet wei­ter aus­ge­baut wer­den.

Im Zu­ge der För­de­rung des UCT durch die Deut­sche Krebs­hil­fe lob­ten der Ärzt­li­che Di­rek­tor des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums, Prof. Dr. Ro­land Kauf­mann, und der Kauf­män­ni­sche Di­rek­tor Dr. Hans-Joa­chim Con­rad die am UCT be­tei­lig­ten Be­rei­che. "Wir freu­en uns über das En­ga­ge­ment al­ler Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter so­wie der im Netz­werk ko­ope­rie­ren­den Ärz­te und Kli­ni­ken. Durch die För­de­rung der Deut­schen Krebs­hil­fe kön­nen die frucht­ba­re Zu­sam­men­ar­beit in­ner­halb des UCT ge­stärkt wer­den und letzt­lich die Pa­ti­en­ten da­von pro­fi­tie­ren. Die­ser Er­folg ist das Er­geb­nis ei­ner lang­fris­ti­gen Stra­te­gie zur Stär­kung der Ver­sor­gung von Tu­mor­pa­ti­en­ten am Stand­ort Frank­furt", kom­men­tiert Prof. Kauf­mann.

In­te­grier­te Ver­sor­gung höchs­ter Qua­li­tät in der Dia­gnos­tik, The­ra­pie und Be­treu­ung von Tu­mor­pa­ti­en­ten
Im April 2008 wur­de mit der Grün­dung des UCT ein Mei­len­stein in der Dia­gnos­tik und The­ra­pie von Tu­mor­er­kran­kun­gen er­reicht. Im UCT ar­bei­ten rund 30 Kli­ni­ken und Ab­tei­lun­gen fach­über­grei­fend zu­sam­men. Ver­schie­de­ne Dis­zi­pli­nen ha­ben sich in zehn Schwer­punk­ten zu­sam­men­ge­schlos­sen, in de­nen die­je­ni­gen Ex­per­ten zu­sam­men­ar­bei­ten, de­ren Ar­beits­ge­bie­te sich über­schnei­den. So be­steht der Schwer­punkt Tho­ra­xon­ko­lo­gie bei­spiels­wei­se aus Lun­gen­fach­ärz­ten, Tho­ra­x­chir­ur­gen, Strah­len­the­ra­peu­ten, in­ter­nis­ti­schen On­ko­lo­gen und Ra­dio­lo­gen. Al­le Schwer­punk­te ha­ben all­ge­mein­ver­bind­li­che Be­hand­lungs­leit­li­ni­en er­ar­bei­tet, die ei­ne Be­hand­lung nach neu­es­ten, in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten, wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen si­cher­stel­len. "Wö­chent­lich fin­den bei uns 14 Tu­mor­kon­fe­ren­zen statt, in de­nen die Ex­per­ten ge­mein­sam fest­le­gen, wel­che The­ra­pie im Ein­zel­fall die Bes­te für den Pa­ti­en­ten ist" er­läu­tert Prof. Dr. Claus Rö­del, Strah­len­the­ra­peut und Kli­ni­scher Di­rek­tor des UCT. "Die Be­hand­lung am UCT um­fasst auch ein in­di­vi­du­el­les, auf die Be­dürf­nis­se des Pa­ti­en­ten an­ge­pass­tes, psy­choon­ko­lo­gi­sches und - je nach Si­tua­ti­on auch - pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­sches An­ge­bot. Wir sind der Deut­schen Krebs­hil­fe und ih­ren Spen­dern sehr dank­bar, dass sie uns er­mög­li­chen, nun un­se­ren Pa­ti­en­ten ei­ne noch bes­se­re Ver­sor­gung an­bie­ten zu kön­nen".

Kli­ni­sche Stu­di­en und Spit­zen­for­schung am UCT
Ei­ne der wich­tigs­ten Auf­ga­ben des UCT ist die Ko­or­di­na­ti­on von For­schungs­an­stren­gun­gen in der Tu­mor­me­di­zin in Frank­furt. Vie­le Ar­beits­grup­pen am UCT ge­win­nen mit la­bor­ex­pe­ri­men­tel­len und kli­nisch-wis­sen­schaft­li­chen An­sät­zen neue Er­kennt­nis­se über Tu­mor­er­kran­kun­gen. "Es ist uns ein gro­ßes An­lie­gen, die Grund­la­gen­for­schung so­wie die an­wen­dungs­be­zo­ge­ne For­schung vor­an­zu­trei­ben, um neue Me­di­ka­men­te mög­lichst rasch in kli­ni­schen Stu­di­en zu eva­lu­ie­ren und sie so zeit­nah für Tu­mor­pa­ti­en­ten ver­füg­bar zu ma­chen", er­klärt Prof. Dr. Hu­bert Ser­ve, Hä­ma­to­lo­ge und Wis­sen­schaft­li­cher Di­rek­tor des UCT.

In der kli­ni­schen For­schung prä­gen Frank­fur­ter Wis­sen­schaft­ler seit Jahr­zehn­ten in­ter­na­tio­nal die Be­hand­lung von Tu­mor­er­kran­kun­gen, ins­be­son­de­re von Leuk­ämi­en, Brust­krebs und Ma­gen-Darm-Tu­mo­ren. Ge­ra­de in den letz­ten Jah­ren ha­ben die Ein­rich­tun­gen, die nun im UCT zu­sam­men­ge­schlos­sen sind, ei­ne Viel­zahl von neu­en wich­ti­gen For­schungs­grup­pen rund um das The­ma Krebs nach Frank­furt ge­holt.
Pro Jahr wer­den am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum über 8.000 Tu­mor­pa­ti­en­ten be­han­delt und mehr als 1.000 Pa­ti­en­ten in on­ko­lo­gi­schen Stu­di­en be­rück­sich­tigt. "Durch die För­de­rung ha­ben wir die Mög­lich­keit, zen­tra­le Struk­tu­ren des UCT - wie z.B. un­ser in­ter­net­ba­sier­tes Stu­di­en­re­gis­ter und ein Netz­werk von kli­ni­schen Stu­di­en­zen­tra­len - aus­zu­bau­en", fährt Prof. Ser­ve fort.

On­ko­lo­gi­sches Netz­werk in der Re­gi­on Rhein-Main
"Hier im Rhein-Main-Ge­biet ha­ben wir durch das gro­ße Ein­zugs­ge­biet ei­ne be­son­de­re Si­tua­ti­on", so Dr. Chris­ti­an Brandts, Ärzt­li­cher Ge­schäfts­füh­rer des UCT. "Die Pa­ti­en­ten und ih­re Haus­ärz­te müs­sen un­ter ei­nem viel­fäl­ti­gen, oft ver­wir­ren­den An­ge­bot den rich­ti­gen An­sprech­part­ner für ih­re Er­kran­kung fin­den. Wir bie­ten vom UCT re­gio­na­len Kran­ken­häu­sern und nie­der­ge­las­se­nen Haus- und Fach­ärz­ten ei­ne ge­mein­sa­me Be­hand­lungs­platt­form an, die es er­lau­ben soll, die op­ti­ma­le, evi­denz­ba­sier­te Be­hand­lung von Tu­mor­pa­ti­en­ten fest­zu­le­gen. Sie fin­den sich dann in ei­nem Netz­werk wie­der, in dem sie von hei­mat­na­hen Haus­ärz­ten und On­ko­lo­gen je­der Fach­rich­tung bis zu Spe­zia­lis­ten an gro­ßen Kran­ken­häu­sern und am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum im­mer op­ti­mal und so na­he wie mög­lich an ih­rem Wohn­ort be­han­delt wer­den", er­läu­tert Dr. Brandts. "Ein we­sent­li­cher Part­ner des UCT für die­se Ko­or­di­na­ti­ons­auf­ga­be ist das Kran­ken­haus Nord­west" führt er fort und be­tont die en­ge und kon­struk­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit mit Frau Prof. Jä­ger, die in die­sem Kran­ken­haus für die On­ko­lo­gie ver­ant­wort­lich zeich­net. Als gro­ßer Er­folg er­weist sich be­reits das zen­tra­le Ein­gangs­por­tal für Ärz­te und Pa­ti­en­ten: Über die­se zen­tra­le Hot­line-Num­mer wer­den an­fra­gen­de Ärz­te und Pa­ti­en­ten schnell und un­bü­ro­kra­tisch an die rich­ti­gen An­sprech­part­ner im UCT wei­ter­ge­lei­tet.

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Sandra Ohm
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