Gro­ßer Er­folg: Deut­sche Krebs­hil­fe be­stä­tigt UCT Frank­furt als Spit­zen­zen­trum der in­ter­na­tio­na­len Krebs­me­di­zin

Das Uni­ver­si­tä­re Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt und dem Kran­ken­haus Nord­west er­hält er­neut ei­ne För­de­rung der Deut­schen Krebs­hil­fe e.V. Die ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on un­ter­stützt das UCT Frank­furt mit drei Mil­lio­nen Eu­ro für ei­nen Zeit­raum von drei Jah­ren und be­stä­tigt dem UCT sei­ne Ex­per­ti­se auf dem Ge­biet der Krebs­me­di­zin.

In Deutsch­land sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gro­ße Fort­schrit­te in der Krebs­me­di­zin er­zielt wor­den, die so­wohl die Über­le­bens­chan­cen als auch die Le­bens­qua­li­tät von krebs­kran­ken Men­schen ver­bes­sert ha­ben. Das UCT ist das ein­zi­ge On­ko­lo­gi­sche Spit­zen­zen­trum im Rhein-​Main-​Ge­biet und in ganz Hes­sen. Um die ver­schie­de­nen Fach­dis­zi­pli­nen in den Be­rei­chen Dia­gnos­tik, Be­hand­lung, For­schung und Aus­bil­dung mit­ein­an­der zu ver­net­zen, för­dert die Deut­sche Krebs­hil­fe nach dem Vor­bild der ame­ri­ka­ni­schen Com­pre­hen­si­ve Can­cer Cen­ter die Ein­rich­tung On­ko­lo­gi­scher Spit­zen­zen­tren.

Spit­zen­zen­trum - har­te Prü­fung er­neut be­stan­den
Die er­neu­te För­de­rung des UCT ist das Er­geb­nis der vier­ten Aus­schrei­bung „On­ko­lo­gi­sche Spit­zen­zen­tren“ der Deut­schen Krebs­hil­fe e.V. Nach Prü­fung durch ei­ne in­ter­na­tio­na­le Gut­ach­ter­kom­mis­si­on för­dert die Deut­sche Krebs­hil­fe deutsch­land­weit jetzt zwölf uni­ver­si­tä­re Zen­tren. „Die­se Zen­tren sind re­gio­nal ver­netzt mit den Kli­ni­ken und nie­der­ge­las­se­nen Ärz­ten der Um­ge­bung und ha­ben in den letz­ten Jah­ren be­reits zur Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gung von krebs­kran­ken Men­schen in Deutsch­land bei­ge­tra­gen“, sagt Gerd Net­te­ko­ven, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Deut­schen Krebs­hil­fe. „Die in den Spit­zen­zen­tren er­ar­bei­te­ten Stan­dards für die Ver­sor­gung so­wie die Er­kennt­nis­se aus der Krebs­for­schung sol­len auch an­de­ren Ver­sor­gungs­struk­tu­ren zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den und letzt­lich al­len Krebs­pa­ti­en­ten zu­gu­te kom­men. Die Spit­zen­zen­tren so­wie die von der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft in­iti­ier­ten On­ko­lo­gi­schen Zen­tren und Or­gankrebs­zen­tren sind da­her auch als Ge­samt­kon­zept zu se­hen. Durch die­se Struk­tu­ren sol­len künf­tig al­le Krebs­pa­ti­en­ten flä­chen­de­ckend in Deutsch­land auf höchs­tem qua­li­täts­ge­si­cher­ten Ni­veau be­han­delt und ver­sorgt wer­den.“

In­ter­na­tio­na­le Ex­per­ti­se be­ein­flusst For­schung und Ver­sor­gung
Das UCT bie­tet Pa­ti­en­ten die Teil­nah­me an kli­ni­schen Stu­di­en an, um neu­es­te The­ra­pie­an­sät­ze früh­zei­tig ver­füg­bar zu ma­chen. Ei­ne wich­ti­ge Auf­ga­be des UCT be­steht in der Ko­or­di­na­ti­on von For­schungs­an­stren­gun­gen in der Krebs­me­di­zin in Frank­furt, um Ar­beits­grup­pen mit la­bor­ex­pe­ri­men­tel­len und kli­nisch-​wis­sen­schaft­li­chen An­sät­zen zu un­ter­stüt­zen. Zu­dem hält das UCT für Krebs­pa­ti­en­ten ver­schie­de­ne er­gän­zen­de An­ge­bo­te vor, wie zum Bei­spiel Er­näh­rungs­be­ra­tung und be­we­gungs­the­ra­peu­ti­sche Pro­gram­me (Sport, Qi­Gong). Die Psy­choon­ko­lo­gie un­ter­stützt Pa­ti­en­ten und An­ge­hö­ri­ge wäh­rend der Be­hand­lung un­ter an­de­rem mit Ein­zel-​, Paar-​ und Fa­mi­li­en­ge­sprä­chen, ver­schie­de­nen Kur­sen (Kunst­the­ra­pie am Kran­ken­bett, Ent­span­nung, Kos­me­tikse­mi­na­re) und stellt den Kon­takt zu Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tio­nen her. Für Pa­ti­en­ten mit ei­ner nicht heil­ba­ren Tu­mor­er­kran­kung hält die Pal­lia­tiv­me­di­zin am UCT ei­ne ganz­heit­li­che me­di­zi­ni­sche und pfle­ge­ri­sche Be­treu­ung be­reit. Bei­de Kran­ken­häu­ser brin­gen ne­ben der durch­ge­hend ho­hen fach­li­chen Kom­pe­tenz in der kli­ni­schen On­ko­lo­gie ih­re spe­zi­el­le, im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich her­aus­ra­gen­de Ex­per­ti­se auf aus­ge­wähl­ten Ge­bie­ten die­ses gro­ßen Fach­ge­bie­tes in die Ko­ope­ra­ti­on ein. So kommt im UCT in­ter­na­tio­nal maß­geb­li­che Kom­pe­tenz zum Bei­spiel zur Fort­ent­wick­lung der Be­hand­lung von Leuk­ämi­en, Ma­gen­kar­zi­no­men, Hirn­tu­mo­ren, Le­ber­krebs und End­darm­tu­mo­ren zu­sam­men. Dar­über hin­aus be­steht ins­be­son­de­re im Kran­ken­haus Nord­west lang­jäh­ri­ge Spe­zi­al­kennt­nis auf dem Ge­biet der Le­bens­qua­li­täts­ver­bes­se­rung von Krebs­pa­ti­en­ten durch kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät so­wie der Pal­lia­tiv­me­di­zin. „Die Zu­sam­men­ar­beit von zwei so selbst­be­wuss­ten Part­nern, die sich mit viel En­ga­ge­ment der Ver­sor­gung ih­rer Pa­ti­en­ten wid­men, ist ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung. Wir sind sehr stolz dar­auf, dass wir den­noch die­sen Weg ge­wählt ha­ben. Wir sind über­zeugt da­von, dass bei­de Kran­ken­häu­ser in die­ser Ko­ope­ra­ti­on viel von­ein­an­der ler­nen und dass die Zu­sam­men­ar­beit den Pa­ti­en­ten bei­der Häu­ser nutzt“, sa­gen über­ein­stim­mend die in­ter­nis­ti­schen On­ko­lo­gen der bei­den Kran­ken­häu­ser, Prof. El­ke Jä­ger und Prof. Hu­bert Ser­ve, bei­de Mit­glie­der des UCT-​Di­rek­to­ri­ums.

Aus der Cham­pi­ons Lea­gue - For­schungs­er­kennt­nis für al­le Pa­ti­en­ten
„Die Her­aus­for­de­rung be­steht dar­in, die Fort­schrit­te in der Krebs­me­di­zin früh­zei­tig un­se­ren Pa­ti­en­ten ver­füg­bar zu ma­chen“, stellt Dr. Chris­ti­an Brandts her­aus, der als On­ko­lo­ge am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt und Di­rek­tor des UCT die Ge­schäf­te des On­ko­lo­gi­schen Spit­zen­zen­trums führt. „Die in­ter­na­tio­na­len Gut­ach­ter fan­den be­son­ders be­mer­kens­wert, dass wir die Ide­en und Kon­zep­te der Spit­zen­for­schung aus der Uni­ver­si­tät und den For­schungs­in­sti­tu­ten in Frank­furt durch den Zu­sam­men­schluss von Uni­ver­si­täts­kli­nik und Kran­ken­haus Nord­west al­len Pa­ti­en­ten an den bei­den Kran­ken­häu­sern zu Gu­te kom­men las­sen.“

„Das UCT Frank­furt leis­tet mit sei­nen bei­den Stand­or­ten so­wohl in­ter­na­tio­nal als auch re­gio­nal ei­nen wich­ti­gen Bei­trag in der Krebs­me­di­zin. So tra­gen wir mit un­se­rer For­schung zur Wei­ter­ent­wick­lung und Ver­bes­se­rung der Be­hand­lungs­me­tho­den bei Krebs­er­kran­kun­gen bei. Gleich­zei­tig ar­bei­tet das UCT sehr eng mit Kran­ken­häu­sern und nie­der­ge­las­se­nen Pra­xen im Rhein-​Main-​Ge­biet zu­sam­men und er­mög­licht so ei­ne best­mög­li­che hei­mat­na­he Ver­sor­gung un­se­rer Krebs­pa­ti­en­ten“, er­klärt Prof. El­ke Jä­ger. „Wir neh­men die Rol­le des UCT als ko­or­di­nie­ren­des Zen­trum für Frank­furt/Of­fen­bach im Rah­men des Hes­si­schen On­ko­lo­gie­kon­zep­tes sehr ernst und pla­nen, die Er­run­gen­schaf­ten des UCT al­len Part­nern zur Ver­fü­gung zu stel­len, die mit dem UCT ko­ope­rie­ren. Da­bei wird es wich­tig sein, die ho­he Qua­li­tät der Ver­sor­gung von Krebs­pa­ti­en­ten bei die­sen Ko­ope­ra­ti­ons­part­nern auch an­zu­er­ken­nen.“

Fort­schrit­te durch ko­or­di­nier­te trans­la­tio­na­le For­schung
„Auch im Be­reich der Grund­la­gen­for­schung und der trans­la­tio­na­len Krebs­for­schung sind wir in Frank­furt sehr er­folg­reich ge­we­sen und konn­ten uns als Part­ner­stand­ort des Deut­schen Krebs­for­schungs­zen­trums im Deut­schen Kon­sor­ti­um für Trans­la­tio­na­le Krebs­for­schung eta­blie­ren. Die­ses Kon­sor­ti­um – groß­zü­gig ge­för­dert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung – hat ex­akt die glei­chen Zie­le wie das UCT: on­ko­lo­gi­sche Spit­zen­for­schung den Krebs­pa­ti­en­ten ver­füg­bar zu ma­chen. Hier­auf kön­nen wir nun auf­bau­en“, freut sich der Leuk­ämie­spe­zia­list Prof. Hu­bert Ser­ve.

„Am UCT Frank­furt wird in Tu­mor­kon­fe­ren­zen an bei­den Kran­ken­häu­sern von al­len Ex­per­ten auf dem Ge­biet der Krebs­me­di­zin die best­mög­li­che The­ra­pie für je­den ein­zel­nen Pa­ti­en­ten fest­ge­legt“, er­klärt der Strah­len­the­ra­peut am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum, Prof. Claus Rö­del, der als Kli­ni­scher Di­rek­tor des UCT die Zu­sam­men­ar­beit der Ärz­te bei­der Kran­ken­häu­sern ko­or­di­niert und der über gro­ße Er­fah­run­gen in der Ko­or­di­na­ti­on in­ter­na­tio­na­ler Stu­di­en zur Be­hand­lung des End­darm­kreb­ses ver­fügt. „Die Be­hand­lung er­folgt nach qua­li­täts­ge­prüf­ten Leit­li­ni­en.“

„Wir sind stolz auf die­se Aus­zeich­nung und se­hen es als An­sporn, uns wei­ter zu ver­bes­sern und noch en­ger zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Das UCT er­öff­net ei­ne völ­lig neue Di­men­si­on von Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Kli­ni­ken ge­trenn­ter Trä­ger­schaft“, stel­len Prof. Jür­gen Schöl­me­rich, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Frank­furt, und Jür­gen Sprekel­mey­er, Ge­schäfts­füh­rer des Kran­ken­haus Nord­west, glei­cher­ma­ßen fest.

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:
Dr. Chris­ti­an Brandts
Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
Fon (0 69) 63 01 – 87 334
Fax (0 69) 63 01 – 39 68
E-​Mail: brandts@em.uni-frankfurt.de

San­dra Ohm
Pres­se-​/Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
Fon (0 69) 63 01 - 8 73 35
Fax (0 69) 63 01 - 39 68
E-​Mail: sandra.ohm@kgu.de

Dr. Klaus Finz­ler
Ge­schäfts­füh­rer UCT am Kran­ken­haus Nord­west
Uni­ver­si­tä­res Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT) Frank­furt
Kran­ken­haus Nord­west
Fon (0 69) 76 01 – 32 83
Fax (0 69) 76 01 – 36 80
E-​Mail finzler.klaus@khnw.de
In­ter­net www.kran­ken­haus-​nord­west.de

Bri­git­te Seif­ried
Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Kran­ken­haus Nord­west
Fon (0 69) 76 01 32 04
Fax (0 69) 76 01 – 36 80
E-​Mail brigitte.seifried@sthhg.de
In­ter­net www.kran­ken­haus-​nord­west.de

Dr. Sven­ja Lud­wig
Med.-​Wiss. Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Deut­sche Krebs­hil­fe e.V.
Fon (0 228) 7 29 90-​2 70
Fax (0 228) 7 29 90-​11
E-​Mail ludwig@krebshilfe.de
In­ter­net www.krebs­hil­fe.de

Ri­car­da Wes­sin­g­ha­ge
Pres­se-​ und Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-​Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
In­ter­net www.kgu.dehttp://www.kgu.de/

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Felicitas Cremer
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