Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum für Ärzteausbildung eröffnet

Mit der Fertigstellung der Gebäude MEDICUM und AUDIMAX am Frankfurter Fachbereich Medizin wurden Grundlagen für eine Ärzteausbildung auf weiterhin höchstem Niveau gelegt.

Am 16. August wurden die Neubauten MEDICUM und AUDIMAX auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt gemeinsam mit Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, sowie Dr. Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen, feierlich eröffnet.

Am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität bestanden aufgrund stark gestiegener Studierendenzahlen seit Jahren spürbare räumliche Engpässe. Um auch in Zukunft weiterhin eine Ärzteausbildung auf höchstem Niveau bieten zu können, begann das Land Hessen 2013 mit dem Bau des Lehr-, Lern- und Prüfungszentrums MEDICUM und im darauf folgenden Jahr mit dem Bau des Hörsaalgebäudes AUDIMAX, die nun offiziell übergeben wurden.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit beiden Gebäuden wurden dringend benötigte, zusätzliche Flächen für eine zeitgemäße Lehre geschaffen, die für den Fachbereich Medizin eine unmittelbare und deutliche Verbesserung der Studienbedingungen darstellen. Ich danke allen Projektbeteiligten, die durch ihr großes Engagement zu diesem Erfolg beigetragen haben, und wünsche allen Nutzern, insbesondere natürlich den Studierenden und Lehrenden, weiterhin viel Erfolg und Freude in ihren neuen Räumen.“

Hessens Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland erklärte: „Die beiden neuen Gebäude sind nicht nur eine Bereicherung für die Durchführung der Lehr- und Prüfungsveranstaltungen, sondern wirken auch prägend auf den gesamten Campus des Uniklinikums. Mit den Neubauten stärkt das Land den Klinikstandort Frankfurt weiter. Es war eine gute Entscheidung, den Neubau des Hörsaalgebäudes und des Lehr-, Lern- und Prüfzentrums in das Bauprogramm der Goethe-Universität aufzunehmen – mit der heutigen Übergabe ist die Zeit der Provisorien und räumlichen Einschränkungen nun auch offiziell beendet.“ Weyland bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen der Baumaßnahmen beigetragen hatten, und wünschte dem Lehrpersonal sowie den Studierenden weiterhin viel Freude bei der Nutzung der neuen Gebäude.

Finanzierung durch Land und Fachbereich
Die Baukomplexe MEDICUM und AUDIMAX wurden größtenteils durch das Land Hessen im Rahmen des Hochschulinvestitionsprogramms HEUREKA finanziert. Die Gesamtbaukosten inklusive Geräteerstausstattung belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, davon entfallen circa 19 Millionen Euro auf das MEDICUM und 11 Millionen Euro auf das AUDIMAX. Der Fachbereich beteiligte sich dabei selbst mit rund 5,35 Millionen Euro.

Für eine exzellente Ärzteausbildung
Die Neubauten dienen der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen am Fachbereich Medizin. Das MEDICUM beherbergt ein Simulations- und Prüfungszentrum, ein Seminarraumzentrum, einen Computer- und Prüfungssaal sowie Räume für das Dekanat. Das AUDIMAX enthält einen Hörsaal für 550 Studenten, Seminarräume und ein Café.Prof.

Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität, sagte: „Die beiden Gebäude verbessern die Versorgungs- und Lehrsituation am Campus Niederrad spürbar und damit auch die Qualität unseres Frankfurter Medizinstudiums. Ich danke dem Land Hessen für sein neuerliches Engagement. Der Campus Niederrad wird damit – auch dank der markanten Architektur – wieder ein Stück attraktiver.“

Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, erklärte: „Mit der Fertigstellung der neuen Gebäude wurden zeitgemäße Voraussetzungen für eine hervorragende Ärzteausbildung geschaffen.“

MEDICUM und AUDIMAX ermöglichen zum einen die optimierte Durchführung bestehender beziehungsweise erweiterter Lehrkonzepte. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, zentrale Lehrveranstaltungen in eigens dafür konzipierten Räumen durchzuführen. „Beides stellt einen Gewinn sowohl für die Qualität der Lehrveranstaltungen als auch für die Lernatmosphäre in den Veranstaltungen dar“, so Prof. Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin.

Das AUDIMAX verfügt über ausreichend viele Plätze, um auch der großen Zahl an Studierenden des vorklinischen Abschnitts in Medizin und Zahnmedizin gemeinsam Raum zu bieten. Bisher mussten die Veranstaltungen für die Erstsemester oder auch für interessierte Schülerinnen und Schüler beim Infotag Medizin getrennt werden. Nun lassen sie sich jeweils an einem einzelnen Termin durchführen. Die Akustik und das Raumklima sind weitere wesentliche Vorteile für die Studierenden. Im übergangsweise genutzten Hörsaalzelt wurde es im Sommer heiß, dagegen war es im Winter trotz Heizung oft kühl oder stickig. Starker Regen sorgte für massive akustische Störungen. Diese Beeinträchtigungen sind nun beseitigt. Zudem gibt es jetzt in unmittelbarer Nähe des Hörsaals weitere fünf Seminarräume, die durch Lehrende und Studierende zur Vertiefung des Stoffes genutzt werden können. Nicht zuletzt ist auch das Café des Studentenwerkes im AUDIMAX ein wichtiger Anlaufpunkt für die Studierenden und erfüllt einen langjährigen Wunsch der Fachschaft.

Durch die unmittelbare Nachbarschaft zu den bereits bestehenden Hörsälen in den Häusern 22 und 23 sowie der Straßenbahnhaltestelle ist hier ein zentraler Lehrnukleus mit direktem Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel entstanden. Die Nähe zum Bettenhaus erleichtert es außerdem, Patienten in Lehrveranstaltungen einzubeziehen.

Funktional, wirtschaftlich und repräsentativ
Für die Planung und Bauleitung des MEDICUM war das Büro Wulf Architekten GmbH aus Stuttgart verantwortlich, für die Planung und Bauleitung des AUDIMAX das Büro AV1 Architekten aus Kaiserslautern. Die Gebäude erfüllen modernste Energiesparansprüche. Mit seinem prominenten Standort direkt neben dem Haupteingang des Klinikums und in direkter Nachbarschaft der neuen Forschungstürme des Fachbereichs Medizin unterstreicht das AUDIMAX auch die unmittelbare Verknüpfung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre am Campus Niederrad. Dieser zentrale Eingangsbereich des Campus wird vervollständigt durch den aufwändig bepflanzten Vorplatz, das Forum, das nun Studierende, Patienten, Besucher und Mitarbeiter zum Aufenthalt im Grünen einlädt.

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