Schlüssellochchirurgie für Lungenkrebspatienten. Be­trof­fe­ne pro­fi­tie­ren von der sehr ef­fek­ti­ven und zu­gleich scho­nen­den Me­tho­de.

An der Frank­fur­ter Uni­kli­nik wur­de ein eu­ro­pa­weit ein­ma­li­ges, weg­wei­sen­des Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren ent­wi­ckelt, um Lun­gen­krebs zu be­han­deln. Von die­ser on­ko­lo­gi­schen Dia­gno­se sind je­des Jahr neu et­wa 50.000 Men­schen in Deutsch­land be­trof­fen.

Bei der so ge­nann­ten Lo­bek­to­mie, al­so der Frei­le­gung und Ent­fer­nung gro­ßer Ge­we­be­l­ap­pen, wer­den mi­ni­mal­in­va­siv durch kleinst­mög­li­che Zu­gän­ge in den Ober­kör­per be­fal­le­ne Lun­gen­tei­le re­se­ziert und ge­bor­gen. Da­her ist die­se Ope­ra­ti­on für Pa­ti­en­ten um ein Viel­fa­ches scho­nen­der als die bis­he­ri­gen kon­ven­tio­nell-chir­ur­gi­schen Ein­grif­fe. Me­di­zi­ner aus ganz Eu­ro­pa kom­men nach Frank­furt, um in dem Ver­fah­ren ge­schult zu wer­den. Bis heu­te ist die Uni­kli­nik in Eu­ro­pa das ein­zi­ge Haus, das die neu­ar­ti­ge Me­tho­de an­wen­det. Die Ent­wick­lung der Lun­gen­lap­pen­ent­fer­nun­gen dau­er­te 12 Jah­re. Der Durch­bruch kam 2011 mit der Ver­wen­dung der Da-Vin­ci-Me­tho­de. Die Ent­wick­lungs­pha­se ist nun ab­ge­schlos­sen, so­dass das Ver­fah­ren in die re­gu­lä­re An­wen­dung geht. Es kann der­zeit in Frank­furt schon rund 35 Pa­ti­en­ten im Jahr zur Ver­fü­gung ste­hen.

Pa­ti­en­ten­kom­fort er­gänzt Pa­ti­en­ten­si­cher­heit
Die Pa­ti­en­ten er­ho­len sich von dem Da-Vin­ci-Ein­griff, im Ver­gleich zu ei­ner kon­ven­tio­nel­len Me­tho­de, schnel­ler und schmerz­frei­er. Sie kön­nen in der Re­gel schon am Tag nach der Ope­ra­ti­on auf­ste­hen und sich frei auf der Sta­ti­on be­we­gen. Auf­grund der neu­ar­ti­gen Schmerz­frei­heit und der ge­rin­gen kör­per­li­chen Be­ein­träch­ti­gung bei nor­ma­len All­tags­be­las­tun­gen er­folgt die Ent­las­sung aus der sta­tio­nä­ren Be­hand­lung meist nach we­ni­gen Ta­gen.

Mit OP-Sys­tem durchs Schlüs­sel­loch
Die Schlüs­sel­loch­chir­ur­gie ge­hört zu den in­zwi­schen eta­blier­ten Tech­ni­ken der mo­der­nen Chir­ur­gie. Die mit klei­nen Haut­schnit­ten durch­ge­führ­ten Ope­ra­tio­nen sind für den Pa­ti­en­ten scho­nen­der und hin­ter­las­sen kos­me­tisch op­ti­ma­le Re­sul­ta­te. Das neue Ver­fah­ren wird er­mög­lich durch tech­no­lo­gi­sche Fort­schrit­te, wie 3D-HD-Vi­deo­über­tra­gung, und durch spe­zi­el­le In­stru­men­te, die ei­ne grö­ße­re Be­we­gungs­frei­heit er­lau­ben als das mensch­li­che Hand­ge­lenk. Die Frank­fur­ter Ope­ra­teu­re be­sit­zen gro­ße Er­fah­rung bei der An­wen­dung mi­ni­mal­in­va­si­ver Tech­ni­ken. „Im Ver­gleich zu den her­kömm­li­chen en­do­sko­pi­schen Ope­ra­tio­nen bie­tet das Da-Vin­ci-Sys­tem dem Pa­ti­en­ten den Vor­teil, noch scho­nen­der und si­che­rer das Ziel ei­ner kom­plet­ten Tu­mor­frei­heit zu er­rei­chen“, so Prof. Dr. Pe­ter Klei­ne, Ope­ra­teur und Lei­ter des Schwer­punkts Tho­ra­x­chir­ur­gie der Kli­nik für Tho­rax-, Herz- und Tho­r­a­ka­le Ge­fäß­chir­ur­gie. „Die be­weg­li­chen In­stru­men­te in Ver­bin­dung mit neu­es­ter 3D-Tech­no­lo­gie wer­den in Zu­kunft wei­te­re en­do­sko­pi­sche Fort­schrit­te er­mög­li­chen.“ Zu­dem er­lau­ben mo­der­ne Klam­mer­naht­ge­rä­te das si­che­re Durch­tren­nen von Blut­ge­fä­ßen und Bron­chi­en. Auch an de­ren ste­ter Wei­ter­ent­wick­lung ar­bei­tet das Frank­fur­ter Uni­kli­ni­kum ak­tu­ell mit den Her­stel­ler­fir­men.

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:
Prof. Dr. Pe­ter Klei­ne
Lei­ter des Schwer­punkts Tho­ra­x­chir­ur­gie
Kli­nik für Tho­rax-, Herz- und Tho­r­a­ka­le Ge­fäß­chir­ur­gie
Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main
Fon: (0 69) 63 01 – 57 89
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Ri­car­da Wes­sin­g­ha­ge
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