Das Buch ist ein Appell: Hinschauen statt verdrängen, reden statt schweigen – und handeln, solange wirksame Therapieoptionen eingesetzt werden können. Denn wird Prostatakrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Mitherausgeber Prof. Dr. Felix Chun bringt es auf den Punkt: „Dieses Buch ist ein Weckruf, aber auch eine Ermutigung. Prostatakrebs kann jeden Mann treffen – die Häufigkeit steigt mit dem Alter. Doch Aufklärung und Früherkennung retten Leben. Dank moderner medikamentöser, radiologischer und minimalinvasiver Therapien kann heute individueller und effektiver behandelt werden denn je. Die relative Überlebensrate im Frühstadium liegt selbst nach fünfzehn Jahren noch bei 90 Prozent.“
Wissensquelle für Patienten, Angehörige und Fachpersonal
Die drei Herausgeber – Prof. Dr. Felix Chun, Prof. Dr. Derya Tilki (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. Christian Gratzke (Universitätsklinikum Freiburg) – haben in dem mehr als 300-seitigen Buch neben den Erfahrungsberichten fundiertes Wissen auf dem neuesten Stand der Forschung laienverständlich zusammengetragen. Mehr als 20 medizinische Expertinnen und Experten geben Einblick in beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren, erläutern anschaulich die Anatomie der Prostata, den PSA-Wert, Möglichkeiten der Früherkennung, aktuelle Therapien und begleitende Hilfsangebote.
Leserinnen und Leser erhalten somit konkrete Orientierung – für die Zeit der Diagnose, die Therapieentscheidung und das Leben danach. Das Buch stellt aber auch eine ergänzende Informationsquelle für Ärztinnen und Pflegefachpersonal dar, um Patienten bestmögliche Informationen und Unterstützung zu geben.
Peter Feierabend erklärt: „Generell gehen die meisten Männer nur dann zum Arzt, wenn sie den Kopf schon fast unter dem Arm tragen. Durch die Krankheit geht etwas verloren, aber das, was bleibt, wird wertvoller.“
33 Stimmen, die Mut machen
Neben bekannten Persönlichkeiten wie CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Kommunarde Rainer Langhans, Richter Alexander Hold und den ehemaligen Handballprofis Michael und Uli Roth berichten im Buch auch weniger prominente, aber ebenso mutige Männer von ihren Erfahrungen. Sie sprechen offen über Angst, Unsicherheit und körperliche Veränderungen, aber auch über neu gewonnene Lebensqualität, innere Stärke und Zuversicht. Aussagen wie „Heulen hilft“, „Es gibt schlimmere Krebsarten“ oder „Das Leben ist so, wie es ist“ verdeutlichen, dass Prostatakrebs viele Gesichter hat, aber auch viele Wege, damit umzugehen.
„Das beste Seminar, das ich in meinem Leben besucht habe“, sagt zum Beispiel Detlef Jöhnk über seine Diagnose und was darauf folgte. „Ich habe dadurch gelernt, vieles zu relativieren, demütig zu sein, Dankbarkeit und viele solche Dinge, die mich als Mensch haben wachsen lassen und die mich heute noch begleiten. Gerade ich als Banker muss es sagen: Geld ist wichtig, aber eben nicht entscheidend.“
Dr. Karl Voßkühler, der ebenfalls im Buch über seine Erfahrungen berichtet, betont: „Man muss damit klarkommen, dass sich das eigene Leben grundlegend ändert. Vielleicht ist die wichtigste Lehre aus meinem Schicksal aus der heutigen Perspektive, sich dem Problem zu stellen, egal, was es auch sein mag.“
Prominente Unterstützer fordern Enttabuisierung
Anlässlich der Buchpräsentation kamen auch prominente Unterstützer, die selbst nicht im Buch vertreten sind, sich aber für mehr Offenheit bei Männergesundheit einsetzen: Prof. Dr. Michel Friedman, Publizist und Moderator, sowie Peter Fischer, Ehrenpräsident von Eintracht Frankfurt. Beide appellierten an die Männer, die Chancen der Früherkennung zu nutzen.
Solidarität in Buchform
Das Buch wird kostenlos an diagnostizierte Patienten und deren Angehörige abgegeben – ein Zeichen der Solidarität mit allen, die mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert sind. „Prostatakrebs ist längst kein unausweichliches Schicksal mehr“, sagt Prof. Dr. Felix Chun. „Dank individueller Therapieoptionen, dem wachsenden Wissen über die Erkrankung und dem offenen Austausch unter Betroffenen gibt es für viele Männer heute echte Hoffnung und konkrete Wege zurück ins Leben.“ Betroffene im Buch formulieren es auf ihre Art: „Krebs bedeutet nicht gleich Sterben“ und „Es gibt immer Entwicklungen, die neue Möglichkeiten eröffnen“.
Weitere Informationen und Buchbezug:
www.bergundfeierabend.de
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Bildmaterial vom Pressetermin auf Anfrage verfügbar.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Felix Chun
Direktor der Klinik für Urologie
Universitätsmedizin Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 53 52
E-Mail: felix.chun@unimedizin-ffm.de
Internet: www.unimedizin-ffm.de
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