ASCENT-Förderung für Marburger MSNZ Fellow Dr. Niklas Gremke

Erforschung neuer Ansätze bei therapieresistentem Brustkrebs

Dr. med. Niklas Gremke, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Marburg (l.), und Dr. med. Fanni Geibl-Henrich, Klinik für Psychatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Marburg (r.), erhalten für ihre weiteren Forschungsprojekte eine ASCENT-Förderung durch den Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg. Bild: Hanna Berger-Santangelo

Dr. med. habil. Niklas Gremke, Oberarzt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Marburg und ehemaliger Clinical Trialist im Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) Frankfurt-Marburg, erhält eine Forschungs-Förderung in Höhe von 70.000 Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen der ersten Ausschreibung des Programms ASCENT („Accelerating Success for Clinician Scientists“) der Philipps-Universität Marburg. Mit der Förderung kann Dr. Gremke seine Forschungstätigkeit nun als Advanced Clinician Scientist neben der klinischen Tätigkeit fortführen und seine Forschungsgruppe weiter ausbauen. Sein Projekt adressiert das Problem der Resistenzbildung bei hormonrezeptorpositivem, HER2- negativem Brustkrebs – dem häufigsten Subtyp des Mammakarzinoms. 

Auf Basis eines genomweiten CRISPR-Screens konnte Dr. Niklas Gremke eine mögliche ‚Achillesferse‘ resistenter Tumorzellen identifizieren: Während der Resistenzentwicklung entsteht offenbar eine neue therapeutische Schwachstelle gegenüber der Ferroptose, einer speziellen Form des zellulären Tods durch oxidativen Stress. Im nun geförderten Projekt wird er diesen Mechanismus in dreidimensionalen Tumormodellen genauer analysieren, um präzisionsonkologische Strategien zur Überwindung von Behandlungsresistenzen bei Brustkrebs zu entwickeln.

Im Rahmen der ersten ASCENT-Förderung wurden insgesamt zwei Forschungsprojekte aus unterschiedlichen medizinischen Forschungsbereichen für eine Förderung ausgewählt. Neben Dr. Gremkes Forschung zur Therapieresistenz bei Brustkrebs wird auch ein neurowissenschaftliches Projekt von Dr. med. Fanni Geibl-Henrich gefördert. 

Mit dem Programm ASCENT stärkt der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg exzellente Ärztinnen und Ärzte beim Übergang in die wissenschaftliche Unabhängigkeit. Ziel der neugeschaffenen Förderung ist es, herausragende Clinician Scientists und Clinical Trialists beim Aufbau einer eigenen, unabhängigen Nachwuchsgruppe zu unterstützen. Finanziell ermöglicht wird dieser wichtige Baustein der Nachwuchsförderung durch die P. E. Kempkes-Stiftung.

Weitere Informationen zur ASCENT-Förderung finden Sie auf der Homepage der Philipps-Universität Marburg.
 

Kontakt

Nachwuchsförderung
Dr. Tinka Haydn

UCT Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt
Tel. 069 6301 7251
E-Mail: tinka.haydn@unimedizin-ffm.de