Medizinischer Fakultätentag am 20.-21.04.2026 in Berlin

Frankfurter FIT Mentoring als Beispiel für Dachstruktur gibt Impulse für Clinician Scientist Programme

Die MSNZ Standorte besuchen das MFT Netzwerktreffen "Clinician Scientist-Programme" in Berlin. v.l. Dr. Lars Jöckel (Deutsche Krebshilfe), Dr. Inga Melzer (MSNZ Hamburg), Dr. Stephanie Habersetzer (MSSO ABCD), Dr. Tinka Haydn (MSNZ Frankfurt-Marburg)

Der Medizinische Fakultätentag (MFT) widmet sich in seinem jährlichen Netzwerktreffen „Clinician Scientist-Programme“ zwei Tage lang aktuellen Themen aus den Clinician Scientist-Programmen an den Universitätsklinika in Deutschland. Beim Treffen am 20.-21. April 2026 in Berlin wurden erste Zwischenergebnisse der großangelegten ECLiPSE-Studie zur Situation der Clinician Scientists in Deutschland vorgestellt. Die finalen Studienergebnisse werden für September dieses Jahres erwartet.

Koordinatorinnen und Koordinatoren aus den Mildred-Scheel-Nachwuchszentren (MSNZ) in Deutschland, Vertretende der Fördergeber sowie Kolleginnen und Kollegen aus den medizinischen Fachbereichen der deutschen Universitätsklinika nahmen am ersten Tag das Thema „Dachstrukturen für Clinician Scientist-Programme“ in den Fokus. Als Impulsvortrag für die anschließende Diskussion stellten Stephanie Faber vom Fachbereich Medizin der Goethe-Universität und Dr. Tinka Haydn, Koordinatorin der onkologischen Nachwuchsförderung im Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg, die Frankfurter Dachstruktur des „FIT Mentoring Programms“ vor. Das FIT Mentoring Programm vereint alle Frankfurter Nachwuchsförderprogramme im Bereich Mentoring und Curriculum, wodurch ein fachbereichsweites und interdisziplinäres Angebot entstanden ist. Eine ergänzende Initiative zur Alumniförderung befindet sich aktuell im Aufbau.

In einer World Café-Diskussion sammelten die Teilnehmenden in mehreren Runden verschiedene Aspekte zur Dachstruktur: Was sollte eine Dachstruktur für Clinician Scientist-Programme umfassen? Wie sollte sie aufgebaut sein? Wo wird sie verankert? Die Arbeit an den Fragen führte zu einem regen Austausch unter den Standorten, der beim gemeinsamen Abendessen noch weiter vertieft wurde.

Der zweite Tag des MFT-Netzwerktreffens widmete sich der Thematik „Diversität in Clinician Scientist-Programmen“ und behandelte viele Aspekte dieses breiten Feldes. Prof. Anke Hinney von der Universitätsmedizin Duisburg-Essen stellte ihre Arbeit am Institut für Geschlechtersensible Medizin vor. Sie zeigte, wie ihre Forschungsergebnisse in den Alltag der Universitätsmedizin und in Nachwuchsprogramme einfließen und die praktische Umsetzung der neuen diversitätssensiblen Ansätze aussehen kann. Ein weiteres Beispiel gab Prof. Gertraud Stadler von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die ihre Studien zu Forschungsqualität im Zusammenhang mit Diversität vorstellte. Auch dieses Mal kamen die Teilnehmenden in World Cafés zusammen und erarbeiteten Diversitätsaspekte rund um Bewerbungsverfahren und die Durchführung von Clinician Scientist-Programmen.

Aus den beiden Tagen intensiven Austauschs haben die Vertreterinnen aus Frankfurt viele Anregungen mitgenommen, die sie in ihre weitere Arbeit an den Clinician Scientist-Programmen integrieren möchten. 
 

Kontakt

Nachwuchsförderung
Dr. Tinka Haydn

UCT Frankfurt
Universitätsmedizin Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt
Tel. 069 6301 7251
E-Mail: tinka.haydn@unimedizin-ffm.de