Tanja Buhlmann erhält Alexander-Karl-Preis

Frankfurter Forscherin wird durch die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals für zwei Jahre gefördert

Dr. Tanja Buhlmann erhält eine Förderung über 50.000 Euro der Stiftung „Tumorforschung Kopf-Hals“ Foto: privat

Dr. Tanja Buhlmann, Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Translationale Onkologie im Dr. Senckenbergischen Institut für Neuroonkologie an der Universitätsmedizin Frankfurt, erforscht gemeinsam mit ihrem Team molekulare Mechanismen der Tumorinvasion und neue Therapieansätze für aggressive Gliome. Für ihr neues Forschungsprojekt erhält sie den Alexander-Karl-Preis der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals mit dem eine Forschungsförderung in Höhe von 50.000€ für zwei Jahre verbunden ist. 

Das Glioblastom ist der häufigste und aggressivste primäre Hirntumor bei Erwachsenen. Der Tumor wächst schnell und ist trotz intensiver Behandlung nur schwer kontrollierbar. Ein zentrales Problem sind die invasiven Tumorzellen, die tief in das umliegende gesunde Hirngewebe eindringen und dadurch den therapeutischen Maßnahmen entgehen. Zudem tragen invasive Tumorzellen häufig nur wenige spezifische Oberflächenmarker, die von Immunzellen als Zielstrukturen zur Interaktion mit der Tumorzelle genutzt werden können. Dadurch können sich die Tumorzellen immuntherapeutischen Behandlungsansätzen entziehen. Hier möchte Buhlmann mit ihrer Forschung ansetzen. Im Zentrum des Projektes stehen sekretierte Liganden, die an der Oberfläche von invasiven Tumorzellen binden. Durch die Integration dieser Liganden in chimäre Antigenrezeptoren (CARs) und somit auf die Oberfläche der Immunzellen wird diese Bindungseigenschaft auf Immunzellen übertragen. Die so erzeugten CAR-Immunzellen können invasive Tumorzellen gezielt aufspüren und eliminieren. Die CAR-Immunzellen soll im Rahmen des geförderten Projektes präklinisch untersucht und weiter optimiert werden.

Neben Tanja Buhlmann erhielten vier weitere junge Forscher eine Förderung der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals. Die Stiftung möchte mit ihrer Förderung insbesondere junge Forschende unterstützen und sieht in der Entwicklung neuer Ideen einen wichtigen Ansatz zur Verbesserung der Krebsmedizin.
 

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Nachwuchsförderung
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