Der kürz­lich be­ru­fe­ne Di­rek­tor der Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe setzt durch sei­ne di­rek­te Ver­bin­dung von For­schung und Pra­xis neue Stan­dards in der gy­nä­ko­lo­gi­schen Krebs­be­hand­lu

Prof. Sven Be­cker hat am 1. Ju­li 2012 die Lei­tung der Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe am Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-Uni­ver­si­tät über­nom­men. Mit sei­ner Be­ru­fung ge­winnt Frank­furt ei­nen der re­nom­mier­tes­ten Ope­ra­teu­re die­ses Fach­ge­biets in Deutsch­land.

Sei­ne Schwer­punk­te sind die gy­nä­ko­lo­gi­sche On­ko­lo­gie, in­klu­si­ve der Be­hand­lung von Brust­krebs, und die On­ko-Chir­ur­gie. In sei­ner For­schung un­ter­sucht er vor al­lem in­no­va­ti­ve Ope­ra­ti­ons­me­tho­den so­wie Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten für die Pa­ti­en­ten­si­cher­heit im OP. Die ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se bringt er un­mit­tel­bar in sei­ne Ar­beit im Ope­ra­ti­ons­saal ein. Mit dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt lei­tet er jetzt ei­nen der we­ni­gen Stand­or­te in De­u­sch­land, die al­le Fach­ge­bie­te der Frau­en­heil­kun­de auf höchs­tem Ni­veau an­bie­ten kön­nen.

Zu­letzt war Prof. Be­cker als Ober­arzt an der Uni­ver­si­täts­frau­en­kli­nik Tü­bin­gen tä­tig. Dort hat er die Um­stel­lung auf mi­ni­mal­in­va­si­ve Ope­ra­ti­ons­me­tho­den in der Gy­nä­ko­lo­gie for­ciert. Bei der mi­ni­mal­in­va­si­ven Chir­ur­gie wer­den zum Ope­rie­ren me­di­zi­ni­sche Ge­rä­te so­wie ei­ne Ka­me­ra durch na­tür­li­che Kör­per­öff­nun­gen oder klei­ne Schnit­te in den Kör­per ein­ge­führt. Die­se Ver­fah­ren ha­ben für die Pa­ti­en­tin­nen den Vor­teil, dass die Nar­ben viel klei­ner sind, die Ope­rier­ten we­ni­ger Schmer­zen ha­ben und das Im­mun­sys­tem deut­lich we­ni­ger be­las­tet wird. Zu die­ser „stil­len Re­vo­lu­ti­on“ der ope­ra­ti­ven Me­di­zin in der Frau­en­heil­kun­de hat nicht zu­letzt Prof. Be­cker durch sei­ne wis­sen­schaft­li­che Tä­tig­keit bei­ge­tra­gen. Die von ihm er­prob­ten neu­en Me­tho­den wur­den als Li­ve-Ope­ra­tio­nen im Rah­men wis­sen­schaft­li­cher Kon­gres­se über­tra­gen und in der Fol­ge von vie­len Kli­ni­ken über­nom­men. Prof. Be­cker will da­mit nicht nur die Be­hand­lung an sei­ner Kli­nik ver­bes­sern. Sein Ziel ist die Aus­bil­dung ei­ner gan­zen neu­en Ge­ne­ra­ti­on gy­nä­ko­lo­gi­scher Ope­ra­teu­rin­nen und Ope­ra­teu­re, da­mit mög­lichst vie­le Pa­ti­en­ten von den vor­teil­haf­ten Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken pro­fi­tie­ren.

Ein wei­te­rer For­schungs­schwer­punkt sind die so­ge­nann­ten dis­se­mi­nier­ten Tu­mor­zel­len. Da­bei han­delt es sich um Krebs­zel­len, die nach ei­ner chir­ur­gi­schen Ent­fer­nung des Pri­mär­tu­mors oder nach ei­ner Che­mo- bzw. Strah­len­the­ra­pie im Kör­per zu­rück­blei­ben. Die­se sind auf­grund ih­rer ge­rin­gen An­zahl nur äu­ßerst schwer nach­zu­wei­sen, oft re­sis­tent ge­gen­über der The­ra­pie und häu­fig für ein er­neu­tes Wachs­tum des Tu­mors ver­ant­wort­lich. Prof. Be­cker war dar­an be­tei­ligt, ei­ne Gen­ana­ly­se zu ent­wi­ckeln, um die­se dis­se­mi­nier­ten Tu­mor­zel­len zu ent­de­cken und un­ter­such­bar zu ma­chen. Da­mit ist ein ers­ter wich­ti­ger Schritt zur Ent­wick­lung von The­ra­pi­en ge­lun­gen, die Rück­fäl­le bei Krebs­er­kran­kun­gen bes­ser ver­hin­dern kön­nen.

Die Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe am Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-Uni­ver­si­tät ist ein na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal an­er­kann­tes Zen­trum für gy­nä­ko­lo­gi­sche On­ko­lo­gie, in­klu­si­ve der Be­hand­lung von Brust­krebs, und Ge­burts­me­di­zin. Es ste­hen für je­des Teil­ge­biet der Frau­en­heil­kun­de aus­ge­wie­se­ne Spe­zia­lis­ten mit ih­ren Teams als An­sprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Die Kli­nik ge­hört zu den we­ni­gen Frau­en­kli­ni­ken in Deutsch­land, de­ren Ver­sor­gungs­qua­li­tät mit dem Er­werb des Qua­li­täts­zer­ti­fi­ka­tes nach DIN 9001:2000, dem On­ko-Zert (Deut­sche Krebs­ge­sell­schaft) und der Eu­ro­päi­schen An­er­ken­nung nach EU­SO­MA nach­ge­wie­sen und zer­ti­fi­ziert ist. Die Ge­burts- und Prä­na­tal­me­di­zin in­ner­halb der Kli­nik ist das füh­ren­de Pe­ri­na­tal­zen­trum auf der höchs­ten Ver­sor­gungs­stu­fe (Le­vel 1) in Hes­sen. Die lan­des­weit meis­ten Früh­ge­bur­ten mit Ge­burts­ge­wich­ten un­ter 1.250g und un­ter 1.500g wer­den hier durch­ge­führt. Hin­zu kommt ei­ne ho­he Zahl an Ge­bur­ten bei Kin­dern mit ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Er­kran­kun­gen und Fehl­bil­dun­gen. Der Schwer­punkt Gy­nä­ko­lo­gi­sche En­do­kri­no­lo­gie und Re­pro­duk­ti­ons­me­di­zin bie­tet für Paa­re mit Kin­der­wunsch al­le Ver­fah­ren der mo­der­nen Re­pro­duk­ti­ons­me­di­zin.

Vi­ta
Sven Be­cker stu­dier­te Hu­man­me­di­zin in Mainz, Pa­ris und To­kio. Die fach­ärzt­li­che Wei­ter­bil­dung in der Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe führ­ten ihn über das Kli­ni­kum rechts der Isar (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen) an die Johns Hop­kins Uni­ver­si­tät in Bal­ti­more. Dort er­hielt er die An­er­ken­nung als Ame­ri­ka­ni­scher Fach­arzt für „Gyne­co­lo­gy and Obs­te­trics“. In Tü­bin­gen leg­te er we­nig spä­ter auch die deut­sche Fach­arzt­prü­fung in „Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe“ ab. Au­ßer­dem ab­sol­vier­te er die Zu­satz­aus­bil­dun­gen „Spe­zi­el­le Ope­ra­ti­ve Gy­nä­ko­lo­gie/Gy­nä­ko­lo­gi­sche On­ko­lo­gie“, „Spe­zi­el­le Ge­burts­hil­fe und Pe­ri­na­to­lo­gie“ so­wie „Pal­lia­tiv­me­di­zin“. Nach sei­ner Ha­bi­li­ta­ti­on zum The­ma „Tu­mor­zell­dis­se­mi­na­ti­on und Tu­mor­zell­per­sis­tenz beim Mamm­a­kar­zi­nom – Ein­fluss der sys­te­mi­schen The­ra­pie und Cha­rak­te­ris­ti­ka der diss­mi­nier­ten Zel­len“ wur­de ihm von der Uni­ver­si­tät Tü­bin­gen ei­ne „Au­ßer­plan­mä­ßi­ge Pro­fes­sur“ ver­lie­hen. Vor sei­ner Be­ru­fung nach Frank­furt war er zu­letzt Lei­ten­der Ober­arzt der Tü­bin­ger Uni­ver­si­täts-Frau­en­kli­nik.

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen:
Prof. Dr. med Sven Be­cker
Di­rek­tor der Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Ge­burts­hil­fe
Kli­ni­kum der J.W. Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main
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